Mutschiku: Eine Kuh, die Muh macht.
(nach meinem Sohn)
Mutschiku: Eine Kuh, die Muh macht.
(nach meinem Sohn)
Mit welchem Namen sich mein Sohn in zwei Jahren im Kindergarten vorstellen wird:
Johannes nein.
...
[Eintritt in die Trotzphase]: Erfolgreich abgeschlossen.
…
Nein, ich wundere mich über rein gar nichts mehr. Erinnert mich doch unser neuestes Kinderspielzeug verdammt an meine Gameboy-Zeit. Klar, die meisten Handytöne klingen ähnlich, aber das war schon frapierend.
Hier der Ton, kurz aufgenommen als 300 kb-leichte MP3-Datei. Anhören und selbst überrascht sein. Und wie sagten es die Prinzen: Alles nur geklaut!
…ist getan:
Unser im letzten Jahr gekauftes Auto ist nun endgültig als Familienkutsche abgestempelt. Zusätzlich zu der Babyschale und der Spieledecke auf dem Rücksitz erwarb unser Fortbewegungsmittel durch eine zweifelhaftes Upgrade einen Sonnenschutz für die beiden hinteren Fensterscheiben. Wenigstens ist der Inhalt des Upgrades deutsch und nicht fernöstlich oder amerikanischer Natur.
Kein cooles Herumrasen mehr, keine laute Musik (höchstens Biene Maja), bringt alles nix mehr. Aus die Maus, Ruhe im Karton.
So, bin ich auch zu einer solchen Person verkommen, die vormittags die Cafes für kinderlose Personen unbesuchbar machen. Jedenfalls scheints so. Denn wann war ich das letzte Mal um 9:15 unter der Woche zum Frühstücken außerhalb unterwegs? Ich glaube, noch nie.
Und natürlich versuche ich auch immer möglichst bewusst, mit meinen ebenfalls kinderequipten Freunden und Bekannten mit mehreren Kinderwägen die komplette Straße zu blockieren. Wär ja sonst langweilig. Großes Talent beweise ich auch in der Disziplin, meinen eigenen Kinderwagen möglichst voll im Weg rumstehen zu lassen: Im Supermarkt, im Restaurant und überall anders, wo Leute an mir/uns vorbei wollen könnten.
Und die Vorteile nutze ich auch schamlos aus: Man kommt immer an jeder Stelle problemlos über die Straße, man wird in der Schlange vorgelassen und alle sind freundlich und lächeln uns an. Was will man mehr?
Peter, ein Cousin von meiner Frau, hat unseren Sohn ein wundervolles und einzigartiges Geschenk zur Kindersegnung gemacht. Eine selbst bemalte Schatztruhe.

Das Zeichen auf dem Deckel ist das Familienwappen. Nein, wir sind nicht (mehr) adlig. Die Comicfiguren auf den Seiten müssten den meisten bekannt sein: Bob, der Baumeister Jim der Bauarbeiter, Woodstock, von den Peanuts und die dritte Figur fällt mir eben nicht ein.
Was zukünftig für Schätze in der Kiste verwahrt werden, dass darf unser Sohn selbst entscheiden…
Hups, nun habe ich schon seit eineinhalb Wochen keinen neuen Eintrag mehr geschrieben. Wirklich schon so lange her? Muss ich doch dazu übergehen, mein Blog wieder “Homepage” zu nennen und zum Web 1.0 zurückzukehren? Oder sollte ich aufhören, so viel nur in meinem eigenen Kopf zu bloggen und mich öfter hinsetzen und die Gedanken auch zu Bildschirm zu bringen?
Alle da draußen, die bereits Kind(er) haben oder einmal hatten, werden es mir bestätigen: Die Prioritäten verschieben sich gewaltig. Sei es nun freiwillig oder gezwungenermaßen. Selbst dieser Blogeintrag ist teilweise im “Ein-Finger-Schreibsystem” mit Kind auf dem anderen Arm entstanden. Wie soll man denn noch einen Gedanken zu Ende formulieren, wenn 80 Prozent der Gedankengänge spätestens nach 60 Prozent des Weges von einem Kind auf dem Schoss/den Arm unterbrochen werden.Und nicht immer ist die Unterbrechung so positiv, dass der Sohn auf dem Schoss beim vornüberfallen auf die Tastatur mit seiner Nase genau die Entertaste erwischt.
Doch auch mein Tagesablauf hat sich geändert. Wie vielleicht einige wissen, arbeite ich seit Anfang März nur noch nachmittags vier Stunden, also Teilzeit. Vormittags sind wir beiden Männer ganz auf uns alleine gestellt. Zwar mit steigendem Erfolg, aber gewöhnungsbedürftig. Da ist die Arbeit dann schon wieder richtig erholsam, weil regelmäßig im Ablauf vorhersehbar (und das, obwohl ich fast ausschließlich Projektarbeit mache) und schön ruhig.
Doch es macht wahnsinnig Spaß, dem kleinen Racker beim Wachsen und Lernen zuzuschauen. Wie er an diesem Tag etwas neues kann, was er vor drei Tagen noch nicht gemacht hat. Als Eltern feiert man diese kleinen Schritte wie Riesenerfolge, als ob man eine Gehaltssteigerung um zwei Tarifgruppen erhalten hätte. Ich liebe auch das Babyschwimmen mit dem Kleinen und die zwei Stunden Pekip am Vormittag unter der Woche. Selbst wenn es für mich Stress bedeutet, Anziehen, in den Babysitz, dorthin schleppen, Ausziehen, meistens vollgepinkelt werden, zum Schluss wieder anziehen, wieder inden Babysitz und wieder nach Hause, dort wieder ausziehen und füttern. Ein sich ständig wiederholender Kreislauf, jedoch mit zwei Gemeinheiten: Unser Sohn mag das Anziehen und den Babysitz nicht. Und natürlich die Unwägbarkeit, in welcher Reihenfolge heute wieder die oben erwähnten Elemente angeordnet sein werden. Anscheinend gibt es leider unendlich viele Möglichkeiten.
Nun, im Angesicht der oben erzählten Geschichte, hoffe ich auf eure Geduld um neue Blogeinträge meinerseits und um den Verbleib meiner Adresse in euren RSS-Reader. So long, euer Vater Manu.
Nachdem man mit einem vier Wochen alten Kind noch nicht soo viel machen kann, bin ich in letzter Zeit häufig spazieren gewesen. Gelegentlich hatte ich meine Kamera dabei und es sind ein paar herbstliche Bilder meines naheliegenden Waldes entstanden.
Das mit dem Spazieren gehen (oder “spazieren gehen”? vielleicht “Spazieren Gehen”…) ist eh so eine Sache. Unser Sohn hat anscheinend einen Örtlichkeits-Sensor als Feature. Der funktioniert so:
Befindet man sich noch im Haus, der Kleine ist mit 15 Schichten eingepackt, zugedeckt, hat ein Dinkelkissen an den Füßen und liegt im Kinderwagen, schreit er erbärmlich. Doch, oh wunder, sobald wir die Schwelle des Hauses nach draußen überquert haben, verstummt das kleine Etwas im Kinderwagen sofort. Ebenso verhält es sich bei der Heimkehr vom Spaziergang.
Apropos Sensor: Ein zweiter Sensor misst, ob eine ständig vorhandene Fortbewegung existiert. Bleibt diese etwas länger aus… richtig geraten, er schreit. Seltsamerweise stört aber das Ruckeln und Schuckeln des Kinderwagens durch den Kiesweg rein gar nicht. Selbst bei gelegentlich vorhandenem (fast antik wirkendem) Kopfsteinpflasterstücken im Wald ist er nicht wachzukriegen. Wie weit sind eigentlich die Römer nach Franken gekommen?
Entschuldigt bitte die lange Schreibpause, aber ich hatte einen trifftigen Grund dafür: Heute vor einer Woche hat meine Frau uns einen kleinen Sohn geschenkt. Deshalb länger kein Beitrag mehr, die Woche war sehr stressig, schlafarm und doch auf positive Weise intensiv. Auch die Entscheidung zu einer ambulanten Geburt und nach ein paar Stunden ab nach Hause war eine gute Entscheidung.
Doch keine Angst, ihr werdet in Zukunft nicht mit Babybildern überschüttet werden (auch wenn es natürlich, wie beim ersten Kind üblich, massig viele gibt) und dies wird auch kein “Familienblog”. Ganz im Gegenteil. Mit meinem Sohn werde ich es ähnlich handhaben, wie mit meiner Angetrauten: Keine Bilder, keine näheren Details. Für mich ist Familienleben gleich Privatleben. Und trotzdem werde ich, wie auch bisher aus meinen anderen Lebensbereichen, immer wieder Geschichten und Anekdötchen erzählen, beziehungsweise schreiben.
Ein paar Dinge sind mir die letzten Tage aufgefallen, die ich hier zusammengetragen habe.
Unglaublich ist, …
Erstaunlich ist, …