Hape Kerkeling ist doch ein Ausnahmekomiker. Wie oft habe ich mir schon gedacht, ach alter Hut, wenn ich Hape in einem neuen Sendformat gesehen habe. Und dann diese seltsame Figur: Horst Schlämmer. Ein Typ, wenn man ihm auf der Straße begegnet unbewußt auf die andere Seite wechselt. Umso mehr überraschte mich sein Buch, in dem er über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg berichtet.
Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg
Der Jakobsweg beschreibt eine mitteralterliche stark begangene Strecke nach Santiago de Compostela. In dieser Stadt befindet sich das Grab des Apostels Jakobus. Wer den gesamten Weg geht, lässt gut 600 Kilometer hinter sich, der Weg gilt jedoch auch als gepilgert, wenn man die letzten 200 Kilometer mit dem Fahrrad oder dem Pferd bewältigt oder die letzten 100 Kilometer per pedes nimmt.
Was mir völlig unbekannt war: Europa ist durchzogen mit regionalen und überregionalen Jakobswegen. Sehr schön zu sehen auf dieser Karte, bei Wikipedia (Artikel zum Jakobsweg). Und das ein “Weg” als UNESCO-Kulturerbe aufgenommen werden kann, war mir auch völlig unbekannt. Seis drum, zum Buch:
Liest man den Klappentext und den Titel des Buches, könnte man schnell meinen, das Buch ist einer der Wanderführer, die in letzter Zeit immer mehr Prominente veröffentlichen. Doch da liegt man falsch. Der Herr Kerkeling beschritt den Weg aufgrund gesundheitlicher Probleme und um ganz bewusst abzuschalten. Somit ist auch das Buch etwas ungewöhnlicher geraten und Hape bietet immer wieder tiefere Einblicke, ohne dabei zu privat zu werden.
Auch die Tatsache, dass eigentlich ursprünglich die Pilger den Weg beschritten haben, um Buße zu tun oder ihren Glauben zu stärken, findet sich im Buch wieder. Jedoch ist es, wie mittlerweile bei den Klöstern. Einkehren kann für gewisse Zeit jeder, Glaube an den einen Gott nicht vorausgesetzt. Und doch ist das der richtige Weg, denn Gott kann sich ja bekanntlich auf vielerlei Weise den Menschen offenbaren und nicht nur über die Wege, welche der Mensch festlegt.
Aber trotzdem scheint der Weg dem Hape Kerkeling nicht unbedingt das gezeigt zu haben. Zwar berichtet er von Glauben und einem Schöpfer, die Schilderung aber bleiben diffus und sind vermengt mit Glaubensrichtungen, wie dem Buddhismus. Auch das Kennenlernen von Pilgerfreunden und die landschaftliche Schilderung nehmen einen großen Part ein.
Klammert man den Punkt “Glauben” bei der Betrachtung des Buches aus (was ich ungern tue, da dies ja das Wesen der Jakobswege ist), bleibt also doch nur ein gewöhnlicher Reisebericht. Nett geschrieben, meist durchschnittlich spannend zu lesen, gelegentlich erheiternd, aber eben nicht mehr.
Meine Empfehlung: 
Irgendwie kam bisher bei mir kein richtiges Weihnachtsgefühl auf. Viel dazu beigetragen hat das echt seltsame Wetter, aber das haben ja eh 99 % von euch mitbekommen. Zusätzlich der normale Arbeitsstreß und viele andere Dinge, die einem um die Ohren schwirren.
Unbewußt habe ich meine pesönliche Lösung gefunden: Gestern abend sind wir auf das Weihnachtskonzert der Schule meiner Frau. Und es war ein gelungenes Konzert. Angenehme, nicht zu ausgelutschte Lieder, gute qualitative Darbietung (für mich als Nicht-Instrumenten-Spieler und Laien) und die Länge von eineinhalb Stunden hat auch gepasst. Als Veranstaltungsort wurde diesmal zum Glück nicht die zugige Aula der Schule ausgewählt, sondern die benachbarte katholische Kirche St. Peter und Paul. Diese Kirche ist ziemlich modern, mit sechseckigem Grundriss, einem holzverkleidetem Dach im Innern und sehr schlichtem Dekor. Ein guter Rahmen für die Darbietung. Schade war nur, dass nicht genug Sitzplätze vorhanden waren.
Na, vielleicht findet ihr ja in eurer Nähe auch noch ein Weihnachtskonzert zum Abschalten, Ankommen, Entspannen und zur Ruhe zu kommen. Einfach auf das Besinnen, was Weihnachten wirklich ist. Die Geburt Christi. Und nicht irgendein mediales Event, eine weitere Disco-Nacht mit einem Motto oder nur ein paar freien Tagen.
Im März 2006 findet wieder ProChrist statt. Was ist ProChrist? ProChrist ist eine großangelegte evangelistische Aktion, die europaweit via Satellit ausgestrahlt wird. Auf der Homepage wird ProChrist wie folgt beschrieben:
Bereits zum sechsten Mal wird ProChrist in Deutschland und Europa veranstaltet. ProChrist – das ist eine per Satellit vernetzte Veranstaltung, die im Abstand von zwei bis drei Jahren stattfindet. Vom 18. bis zum 26. März 2006 wird die Hauptveranstaltung aus der Olympiahalle in München übertragen.
Was aber mittlerweile viel interessanter ist, ist eine anfangs kleine Nebenaktion, die eigentlich nur als “Vorwerbung” für die Hauptveranstaltung gedacht war. Genannt wurde diese “ProChristmobil“. Dabei wird die Kirche zu den Leuten gebracht. Eine Flotte von 100 Smarts fährt dabei durch die Bundesrepublik und holt Personen in ihrem Leben ab, um sie nach Hause, zur Arbeit oder zum Shoppen zu fahren. Gleichzeitig wird auf freiwilliger Basis dem Mitfahrer angeboten, Gespräche mit dem christlichen Fahrer zu führen.
Diese ungewöhnliche Aktion ist, durch das Aufgreifen des Themas von den Medien, so bekannt geworden (u.a. in der ARD. Mich würde es ja schon in den Finger jucken, einen solchen Smart zu fahren. Leider habe ich keinen Urlaub mehr übrig.
Am gestrigen Samstag fand in Puschendorf zum zweiten Mal das befreefestival (Vorsicht, die Homepage kann Augenkrebs auslösen) statt. Als Mitveranstalter war der cjb an Bord, mein ehemaliger Jugendverband. Deshalb sind ein paar Leute aus meiner jetzigen Gemeinde dorthin gefahren. Für mich gab es von den vier Bands eigentlich nur einen einzigen Grund: “Baff“.
Und diese Erwartung bestätigte sich auch. Von den einzelnen Acts überzeugte mich, neben Baff, nur “CRUSHEAD” mit Linkin Park-ähnlichen Rock. Eventuell hätte noch “Allee der Kosmonauten” ein gutes Ergebnis abgeliefert, wenn sie nicht wegen krankheitsbedingten Ausfällen eine verkürzte Session mit akustischen Instrumenten gespielt hätten. So blieb ein gemischtes Konzert mit einem krönenden Abschluss durch Baff.
Übrigens: Baff wird in der Adventszeit einen neuen Song zum kostenlosen Download auf deren Homepage anbieten.
Viele sind sich der Bedeutung der Osterfeiertage und Karfreitag leider nicht mehr bewußt. Doch eigentlich sind sie die wichtigsten Tage im Jahr. Denn es wir dem Tod und dem Auferstehen Jesus Christus gedacht. All die bunten Häschen, der Schockoeier-Schmarrn hat damit überhaupt nichts zu tun.

Deshalb hier heute nur ein kurzer Eintrag und eine Textstelle aus einem Lied:
“Jesus Christus starb für mich. Jesus Christus starb für dich. Für die ganze Welt starb er am Kreuz. Er nahm unsere Schuld auf sich.”
Im Laufe des letzten Wochenendes habe ich das Flash-Intro zum Pfingsttreffen des cjb fertiggestellt. Wer Lust hat, kann es sich gerne anschauen.