Valentinsmist

Puh, ich kann es nicht mehr hören: Valenstinstag. Ein Tag nur von Floristen und Pralinenherstellern aus der Taufe gehoben, überflutet Werbung und Medien, zieht den Leuten das Geld aus der Tasche, gaukelt etwas vor, was es bei Paaren eigentlich das ganze Jahr über geben sollte.

Einzig vernünftige Maßnahme: Konsequenter Boykott. Blumen mal zu anderen, mehr persönlichen Anlässen kaufen. Darüber freut sich das weibliche Wesen an meiner Seite mehr, als zu einem solch festen Tag, an dem die Blume um das dreifache mehr kostet und eh jeder irgendeinen Ramsch verschenkt.

Ein anderer Tag, der in die gleiche Kategorie “unsinnigster Tag” fällt: Halloween.

Und wer behauptet, der Valentinstag sei Brauchtum und Tradition, dem sage ich: Ja, seit wahnsinnig langen 50 Jahren und in England. Mehr dazu auf Wikipedia (ob zu einer solchen Nichtigkeit überhaupt ein Wikipedia-Artikel gerechtfertig ist?).

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Kommentare

Also so ganz stimmt das aber nicht. Seit 50 Jahren, okay, aber in Deutschland. Importiert durch unsere Lieblingssupermacht. In England schon seit dem 15. Jahrhundert und zurückgehend bis ins 3. Jahrhundert, als man den Namensgeber dieses Tages aufgeknöpft hat.

Mit dem Brauchtum an diesem Tag ists doch nicht anders als mit allen anderen Tagen die man eigentlich besinnlicher feiern sollte, allen voran Weihnachten und die ganze Adventszeit. Alles kommerzialisiert, und schuld daran ist der Konsument, ein Verdienst unserer freien Marktwirtschaft.

Hat eben alles seine Nachteile. Aber solange es bei Blumen und Geschwall aus dem Radio bleibt, ziehe ich das dem Gulag sehr deutlich vor ;-)

Jetzt musste ich erst mal das Wort “Gulag” nachschlagen. War mir überhaupt kein Begriff.

Wohlgemerkt, Historie des Valentingtags = Sage. Sage = Erzählung unwahrer, phantastischer Ereignisse.

Und Weihnachten und Pfingsten beruhen auf urkundlich belegten Tatsachen?

Ja, natürlich. Und was aber viel wichtiger ist. Die beiden Feste haben mit der deutschen Tradition tausendmal mehr zu tun, als Valentinstag.

Tja die Ablasshändler unserer Tage sind eben die Floristen und Pralinenhersteller :-)

vorne weg ich halte von Valentinstag auch nichts.

@Manuel das mit den Urkundlich belegten Tatsachen und so sehe ich etwas anders:
Es gibt Urkunden die belegen, dass die erste Volkszählung im Sommer stattfand – somit wurde Jesus dann auch im Sommer geboren.
2. Das Weihnachtsfest ist heidnischen Ursprungs (mit Tannenzweigen und erst später mit Tannenbäumen), es wurde erst irgendwann von irgendwem das Fest der JesuGeburt “drübergestülpt”.
Andrerseits ändert das alles natürlich nichts an der Message die rüberkommen soll ;-)

Tja, da bewegen wir uns aber in einem anderen Gebiet: Die Angleichung von christlichen an heidnische Feste durchh die Kirche , um die Akzeptanz in der damaligen Bevölkerung zu erhöhen.

Somit wären wir richtig Offtopic… *grins*

Je nach Standpunkt (und Glaubenszugehörigkeit) ist alles irgendwo heidnischen Ursprungs, aber alle großen Feste die heute noch gefeiert werden haben den von mir oben beschriebenen, negativen Beigeschmack der Neuzeit. Da könnt ich mich noch viel mehr drüber aufregen als über zu teuer verkaufte Blumen.

By the way, Herr Goodspeed, wollten wir nicht ein Anti-Fa(schings) Krapfenbloggen veranstalten?

Der ganze Hype ist natürlich von der Industrie gepusht. Anderseits: Wer schenkt der Frau an seiner Seite regelmäßig Blumen? Das nutzt sich irgendwann auch ab. So hat man einmal im Jahr “die Konvention” erfüllt und muss sich ein anderes Thema suchen, was man sich beim Streiten vor die Füße werfen kann :-)

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