Bürogespräch

Wetten, dass am Montag in 95% der Büros und Arbeitstellen ein solches oder ähnliches Gespräch ablaufen wird:

Person 1: Und, was hast du so am Wochenende gemacht?

Person 2: Schnee geschippt.

Ach und übrigens, bevor einer fragt: Nein, ich schippe nicht Schnee auf meinem Dachfenster, damit ihr wieder was auf der Webcam seht.

Manuel schrieb vormittags am 27. Januar 2007 | in Alles andere

Gleiseis

Nach zwei Tagen Bahnverspätung reicht es langsam. Seltsamerweise hat es mich immer nur Abends getroffen, wenn man eh vom Tag fertig ist und nur noch heim will. Dann auch noch eine dreiviertel Stunde auf die Abfahrt des Zuges warten zu müssen ist nicht meine Vorstellung von Feierabend.

Beste Äußerungen waren eigentlich von der Bahn selbst (oder deren Angestellten). Am Mittwoch ging fast nichts mehr am Nürnberger Hauptbahnhof, alle Anzeigetafeln waren leer und es kamen ständig Durchsagen a la

Der Zug nach XY, der vor einer halben Stunde auf Gleis 1 abfahren sollte, fährt nun auf Gleis 23 in fünf Minuten los.

Ergebnis dieser Ankündigungen waren dann immer gut hundert bis zweihundert Leute, die daraufhin in die Richtung dieses Gleises stürmten. Nett war auch ein Telefongespräch eines Lokführers, welches ich zufälligerweise mitbekam:

Ja, ich fahr jetzt gleich los… ich glaube, nach Erlangen… mal schauen, wie weit wir kommen.

Wunderbar! Auch ein Schaffner der beim Anblick der Menschenmengen am Gleis umdrehte und wieder nach Hause ging (kein Scherz!) oder ein anderer, der schreiend rumlief, er wisse nichts, stärkten nicht unbedingt das Vertrauen in die Deutsche Bahn.

Unser Zug fuhr dann endlich los, als der Zug von Augsburg kommend am gegenüberliegenden Gleis ankam und der Lokführer aus dem eben angekommenen Zug ausstieg und in unseren einstieg.

Und die Probleme sind größtenteils hausgemacht: Rigide Sparpolitik, die die Trupps zur Enteisung von Weichen dezimierten und das regelmäßige Zurückschneiden von Bäumen reduzierten, lassen den größten Teil der Probleme jeden halbwegs vernünftig denkenden Mensch sofort erkennen. Tja, liebe Bahn, so wird das nichts, wieder eine Konkurrenz zur Straße zu werden.

Manuel schrieb nachts am 25. Januar 2007 | in Tagesgeschehen

Bilderklau

Eigentlich schon krass, was man immer liest, über den Klau von Inhalt oder Fotos aus Blogs, Webseiten oder von flickr.com.

Welcher Fall mir heute aufstößt, ist der von Mareen Fischinger, einer Freelancerin im Bereich professionelle Fotografie, deren Bilder ich schon länger beobachte und sehr ansprechend finde.

Mareen veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Bilder in ihrem Fotoblog und auf flickr, größtenteils in sehr guter Auflösung. Die norwegische Konservativen-Partei bediente sich an diesen Bilder und benutzte für ihre politische Zeitschrift ein Foto von Mareens Schwester. Gefragt oder über die Verwendung des Bilde unterrichtet wude die Fotografin nicht. Und dann die Frechheit, noch als riesiges Titelfoto.

Für mich besonders schlimm: Einmal die logische Konsequenz für Mareen, als profesionelle Fotografin, keine oder nur mehr niedrigaufgelöste Bilder ins Netz zu stellen und die andere Tatsache, dass das Bild für politische Zwecke mißbraucht wurde.

Ich hoffe, dass Mareen Recht erhält. Leider wird dieses oder ähnliches im schnelllebigen Internet immer wieder passieren. Nur eines verstehe ich nicht: Fragen kostet doch nichts, oder?

Mehr dazu in Maarens Blog oder in der flickr-Diskussion.

Update: Die Diskussion und Neuigkeiten zum Fall werden in dieser flickr-Group weitergeführt.

Update 2: Hier ein Beitrag des WDR zu dem Thema auf YouTube.

Manuel schrieb nachmittags am 18. Januar 2007 | in Blogging

Die Macht der Steine

Lego Star Wars 2 - Die klassische Trilogie

Spielecover - Lego Star Wars IIHa, war das ein Spaß. Eben wieder einmal eines meiner Weihnachtsgeschenke gezockt und ich muss sagen: Es macht Bock.

Wie für die meisten Leute haben die Teile vier bis sechs aus dem Star-Wars-Universum eine große Anziehungskraft. Waren wir doch alle gerade Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, als wir die Filme zum ersten Mal im Kino oder Fernsehen sahen. Und welche Geschichte spricht die verschiedenen Altersgruppen nicht mehr an, als Star Wars. Spontan fallen mir nicht sehr viele andere Geschichten ein.

Und somit war es eigentlich logisch, dass die Macher von Lego Star Wars, nach ihrem Erfolg mit dem ersten Teil im Jahre 2005, einen zweiten Teil auflegten. Und da in de ersten Folge die “neuen” Teile eins bis drei als Grundlage dienten, war auch bereits das Thema für Teil zwei klar.

Screenshot-Galerie zu Lego Star Wars IIDem Spiel merkt man von Anfang an die Auslegung auf die Konsole aus. Die Steuerung ist für Joypads vorkonfiguriert und muss von solch Tastaturzockern wie mich erstmals mühsam umkonfiguriert werden. Dabei schlich sich durch Möglichkeit des Spiels mit zwei Streitern einiges an Verwirrung ein. Hier hätte ein bessere Portierung auf die PC-Bedürfnisse sicher nicht wehgetan.

Doch nach den ersten Stolpersteinen kommt man schnell ins Spiel. Startpunkt einer jeden Mission ist die Mos Eisley-Cantina. Hier wählt man aus, ob man die aus dem Film bekannte Story nachspielen will, Kapitel, die bereits erledigt wurden nochmal mit anderen Charakteren durchzuspielen oder Bonusmissionen zu zocken.

Die Story aus dem Filmen ist bekannt und man spielt sie nahezu eins zu eins nach, jedoch haben die Entwickler viele Sidekicks und witzige Situationen eingebaut. Für die während der Missionen eingesammelte Lego-Währung in Form von Legosteinen kann man sich beim Barkeeper in einer Spielpause mit Tipps oder zusätzlichen Extras versorgen.

Bei alldem merkt man, dass das Spiel von der Konsole stammt: Das Spielprinzip liegt irgendwo zwischen Arcade-Shooter und Jump´Run, die Grafiken und Texturen könnten für den PC hochauflösender sein. Auch hier hätte etwas mehr Mühe bei der Umsetzung für den PC sicherlich nicht geschadet. Neu und gebraucht gibt es das Game nicht mehr allzu teuer zum geldlichen Erwerb.

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung

Manuel schrieb nachmittags am 18. Januar 2007 | in Spielereien

Blogger-Comics

Mein liebste Seite zu Comics aus der Blogosphäre: blaugh. Kleine Kostprobe gefällig? Hier ein Comic der lezten Tage:

Comic von blaugh.com

Kennt noch jemand eine andere gute Quellle für solche oder ähnlich gute Comics aus der 2.0.-Gemeinde?

Manuel schrieb abends am 15. Januar 2007 | in Blogging, Firlefanz

Stolzer Preis

Gerade auf ComputerBase gelesen:

iPhone bei Amazon Deutschland vorbestellbar

Preis ohne Vertrag: 999 EUR für die 8-Gigabyte-Variante (für mich die einzig sinnvolle). Die Frage ist nur, ob es wirklich bei diesem Wert bleibt, man kennt ja den Preisverfall bei Handys und ähnlicher Computertechnik.

Bin mal gespannt, wann mir der erste mit einem iPhone über den Weg läuft. Auf ebay findet man bisher zum Glück noch keines (dafür einiges anderes bei dem Suchbegriff), den Käufer würde ja eh Apple verklagen, wie bei Cappellmeister berichtet.

Manuel schrieb abends am 15. Januar 2007 | in Computerwelt

Neue Informations-Flüsse

Gefunden auf flickr:

Comic, via flickr

Manuel schrieb morgens am 12. Januar 2007 | in Firlefanz

Telefonierender Apfel

Stefan hat schon recht, wenn er in seinem langen Artikel zum iPhone schreibt: Es ist einfach geil. Es sieht geil aus, es bedient sich geil, es ist geil (sagte ich glaub ich schon).

Und die Konkurrenz, welche versucht haben, vor der Vorstellung des iPhones durch Apple ein eigenes iPhone vorzustellen, schauen dumm aus der Wäsche. Oder schaut zum Beispiel das iPhone von Linksys auch nur halb so gut aus?

Weitere Links:
Bericht auf ComputerBase
Bericht auf Hard Tecs 4U
Macworld Keynote und Infos direkt von Apple

Manuel schrieb vormittags am 10. Januar 2007 | in Computerwelt

Das Ende der Menschheit

Meine Buchkritikreihe kurz nach Weihnachten setze ich mit einem Roman fort, der tagesaktuell zu einer Meldung passt und gleichzeitig vor kurzem in den Kinos war.

Buchcover - Im Land der leeren HäuserIn dem Buch “Im Land der leeren Häuser” geht es um die nahe Zukunft, in der plötzlich von einem Jahr auf das andere keine Kinder mehr geboren werden. Diese Geschichte diente als Skriptvorlage für den Film “Children of Men” (imdb.com, Kritik bei Sebbi) mit Clive Owen in der Hauptrolle. Dazu passen auch der Artikel auf tagesschau.de: “In Deutschland leben immer weniger Menschen“, wodurch das Thema sein Brisanz bezieht.

Zur Geschichte: Im Jahre 2027 hat die Menschheit die Zeugungskraft verloren und läuft in einem letzten anarchistischen Aufbäumen dem eigenen Aussterben entgegen. Die weltweite Suche nach noch zeugungsfähigen Menschen, sowie die Forschung erlahmen. Große Teile der Insel sind von Wald bedeckt, viele Straßen von Gras überwuchert. In England, unter der Regierungsherrschaft eines Despoten, scheint die Welt noch in Ordnung zu herrschen, aufrechterhalten allerdings durch eine allgegenwärtige Geheimpolizei.
Mittendrin: Theo Faron, ein desillusionierter und in sich zurückgezogener Geschichtsprofessor. Als eines Tages eine fünfköpfige Dissidentengruppe bei ihm anklopft, beginnt für Theo eine Reise in das Ungewisse.

Man merkt am Schreibstil des Buches, dass Frau James üblicherweise andere Bücher schreibt und sie etwas älter ist. Das Buch entstand 1992, zu der Zeit war die Schriftstellerin bereits 72 Jahre alt. Schaut man sich ihre anderen Publikationen an, sind dies überwiegend Krimis mit einer soliden Story. Die Sätze und Kapitel sind getragen geschrieben, die Autorin nimmt sich viel Zeit bei der Beschreibung des Hauptcharakters. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen wirkt das Buch sehr stark auf mich: Immer, wenn in ein paar Randbemerkungen der Wandel der Gesellschaft beschrieben wird, die Theo gelegentlich streifen, liest man unwillkürlich schneller und ist wie gefesselt.

Es ist schwer, über das Buch zu schreiben ohne zuviel vom Inhalt zu verraten. Zu berichten ist, dass der Film in einigen wesentlichen Punkten abgewandelt wurde: So gibt es in der Usprungsgeschichte zum Beispiel keinen Rebellenuntergrund, sondern nur ein Häufchen von fünf Personen, die Zustände in England sind nicht kriegsähnlich, wie im Film gezeigt. Und obwohl diese beide beispielhaften Punkte sicherlich zur Dramaturgie der Handlung beitragen, fehlen sie im Buch eigenartigerweise nicht.

Und so empfand ich das Taschenbuch mit seinen 368 Seiten als sehr angenehm anderen Science-Fiction-Roman mit seinem ganz eigenen Reiz.

Meine Empfehlung: Buch-Empfehlung

Manuel schrieb frühmorgens am 09. Januar 2007 | in Bücher

Wiederaufnahme

Mein guter Freund Stefan, seines Zeichens als Blogger unter my two cents bekannt, hat die (Blog-)Arbeit wieder aufgenommen.

Fast hätte ich es ja verpasst. Durch immer weniger freie Zeit und immer mehr zu lesender Blogs, habe ich mich voll auf meinen Newsreader verlassen. Doch tricky wie Stefan ist, hat er eine neue URL für den Newsfeed.

Auch wenn er bereits angekündigt hat, seine Posts kürzer halten zu wollen/müssen, hoffe ich somit wieder ab sofort auf erquickliche Beiträge. Viel Erfolg und welcome Home in Klein-Bloggersdorf, Stefan.

Manuel schrieb morgens am 05. Januar 2007 | in Blogging

Dreibein

Die letzte Buchkritik ist erst wenige Tage alt und schon schieße ich die nächste hinterher. Diesmal jedoch ein aus dem englischen stammendes Science-Fiction-Buch. Viele werden den Autor kennen, ist doch anderes Buch von ihm, “Die Wächter“, an vielen Schulen als Lektüre beliebt. Die Rede ist von John Christopher und seiner “Tripods”-Reihe.

Tripods - Die Ankunft der dreibeinigen Monster

Buchcover - Tripods - Die Ankunft der dreibeinigen MonsterVor Jahren bereits, im Teenageralter habe ich von der “Tripods“-Reihe die Teile eins bis drei gelesen gehabt. Der Science-Fiction-Dreiteiler wurde in den sechziger Jahren vom Engländer John Christopher geschrieben und erfreute sich großer Beliebtheit. Es entstand sogar eine (eher schlechtere) Fernsehserie dazu. Als Teenager faszinierten und fesselten mich die drei Bände sehr.
Umso mehr freute ich mich, als ich vor kurzem durch Stöbern im Internet darauf stieß, dass John Christopher Ende der Achtziger Band 0 veröffentlichte, das Band, welches beschreit wie die Tripoden die Weltherrschaft übernehmen. Gespannt packte ich das Buch am zweiten Weihnachtsfeiertag aus.

Zur Geschichte: Als die ersten drei Tripoden auf der Erde landen und binnen weniger Stunden erfolgreich vernichtet werden, wiegt sich die Menschheit in Sicherheit: Ausserirdische, welche so leicht zu zerstören sind, sind keine wirkliche Bedrohnis. Einige Zeit später finden sich jedoch immer mehr Menschen, die den Tripoden wohlgesonnen gegenüberstehen. Als erneut Tripoden auf der Erde landen, lässt sich der erste Schritt nicht mehr wiederholen: Menschen stellen sich als Schutzschilde um die Tripoden. Mehr und mehr Anhänger unterstützen die dreibeinigen Monster. Ist dies das Ende der Menschheit?

Nach Lesen des Buches (ging sehr schnell, waren nur 168 Seiten) bin ich zwiegespalten: Die ersten hundert Seiten vergehen wie im Flug. Man beobachtet die Geschehnisse aus den Augen eines englischen Jungens im Teenageralter. Die kaum merklichen Veränderungen im Umfeld des Jungen wachsen sich mit der Zeit zu einem schrecklichen Gesamtbild aus. Die Sprache und Beschreibung der Dinge durch den Autor ist sehr gut, jedoch im Stil eines Jugendbuches gehalten.

Jedoch vor allem zum letzten Drittel des Buches vermisse ich eine detailliertere Beschreibung der Ereignisse, der Spannungsbogen flacht leider etwas ab. Hier hätten ein paar Seiten und Sätze mehr der Story gut getan. Allgemein habe ich den Eindruck, dass die Bände ein bis drei in ihrer Geschichtenerzählung intensiver waren. Bin mir nur nicht sicher, ob dieses subjektive Empfinden an der Tatsache hängt, dass ich die Bücher vor vielen Jahren das letzte Mal gelesen habe. Nichtsdestotrotz ist der nullte Band nicht schlecht und ich habe mich über sein Erscheinen gefreut. Die neue Auflage von 2006 wurde mit den Original-Buchcover von damals aufgelegt, sieht schick aus und ist nicht zu teuer.

Meine Empfehlung: Buch-Empfehlung

Manuel schrieb mittags am 02. Januar 2007 | in Bücher