Texas Hold’em
Casino Royale
Meine Empfehlung: ![]()
Bereits vor längerem angekündigt, nun endlich mein erster Beitrag im Schwabach Netztagebuch. Nachdem ich’s leider nicht mehr geschafft habe, mein eigenes Blog zeitlich unterzukriegen, freue ich mich bei Manuel eine neues Blogger-zuhause gefunden zu haben.
So, nun zum Thema. Letzten Donnerstag war mal wieder ein Kinobesuch angesagt, nämlich der einundzwanzigste James Bond: Casino Royale. Inhaltlich geht’s back to the roots, zu einer Romanverfilmung von Ian Fleming – dem Bond-Schöpfer. Nachdem Bond seinen Doppel-Null-Status erhalten hat, bekommt er es gleich mit dem fiesen und korrupten Bankier Le Ciffre zu tun. Le Ciffre verwaltet die Kohle von diversen Unterweltbossen, Diktatoren und Terroristen. Dank Bonds Eingreifen verspekuliert er sich aber an der Börse und verliert 100 Million Dollar – die seine Geldgeber natürlich zurück wollen. Also lädt Le Ciffre zum Pokerspiel ein und will so das verlorene Geld zurückgewinnen. Natürlich ist Bond ebenfalls mit von der Partie…
Mehr will ich auch gar nicht vom Inhalt verraten, schließlich soll sich euer Kinobesuch ja noch lohnen! Bei der Kritik bin ich hin und her gerissen. Auf jeden Fall ist der Film bodenständiger als die letzten Bonds mit Pierce Brosnan. So gibt keinen Super-Schurken mehr, der die Weltherrschaft an sich reißen möchte, sondern einen Fiesling der einfach auf den schnöden Mammon aus ist. Auch die Special Effekts sind nicht mehr ganz so wirklichkeitsfern. Was nicht heißen soll, diese seien langweilig: der Crash mit dem siebenfachen (!!) Überschlag des Aston Martin DBS hat’s schon in sich
So gibt es nun auch etliche interessante und gut gelungene Dialoge, wie zum Beispiel Bond vs. Lynd bei ihrer ersten Begegnung im Zug. Dann fallen wieder die dummen und nervigen Kommentare von Bond-Helfer Giannini auf: jetzt hat James besonders viel Geld gesetzt…
Und seit wann ich in Venedig das Wasser glasklar und 10 m Tief, sodass ein fünf- oder sechsstöckiges Haus darin versinkt??? Also als ich vor sechs Monaten in Venedig war, war das Wasser eine – Verzeihung – Schlammbrühe und die trockenen Kanäle die ich gesehen habe war einen, maximal zwei Meter tief!
Was die Handynutzung angeht, hat offenbar Frau Merkel Vorbild gestanden. Kaum eine Szene wo niemand mit dem mobilen Quasselteil oder einem sonstigen Elektronikding herum winkt. Aber die Produktion scheint ja eh von Sony bezahlt worden zu sein: Laptop von Sony Vaio, Handy von SonyEriccson, Digi-Cam von Sony…
Was ist nun? Für mich stellt der neuste Bond-Film also in erster Linie der Bruch mit der bisherigen Philosophie, möglichst viel Action und Superlative, dar und somit den Aufbruch in einen neues Bond-Zeitalter. So schließe ich mich der Meinung von dreisechzig.net an, und freue mich auf den nächsten Bond mit Daniel Craig.
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