RSS-Feed abonnieren Abonniere
die neusten Artikel
via RSS-Feed

Blogger Vs. Horror

Im Rahmen des ersten kommunalen Erlanger Bloggertreffens “Blogger´06″ haben wir uns im Cinestar den Horrorfilm “Saw 2″ zu Gemüte geführt. Ein Parallel-Review ist bei Sebbi zu finden, Bilder des gemeinsam “Eat-In´s” im Smile können hier angeschaut werden. Doch nun endlich zur Kinokritik, einen Bericht zum anschließenden Treffen lest ihr im Anschluss.

Saw II

Meine Empfehlung: Meine Filmempfehlung

Filmplakat zu Saw IIDer Überraschungserfolg aus dem Jahre 2004 folgt nun ein weiterer nicht jugendfreier Horrorfilm im Thriller-Format. Blutig geht es dabei sicher wieder zu, für einfallsreiche Todesarten war im ersten Film garantiert. Darauf hofft man auch im zweiten Teil.

Zur Geschichte: Mordkommissar Eric (Donnie Wahlberg) hat eigentlich schon genug Probleme am Hals mit seiner kaputten Ehe und dem entfremdeten Teenagersohn (Eric Knudsen). Da bittet ihn die schöne Kollegin (Dina Meyer) im Fall des zu Unrecht besiegt geglaubten Jigsaw Killers um Unterstützung. Der scheint es seinerseits auf einen Infight mit Eric gerade abgesehen zu haben und sperrt deshalb dessen Sohn in ein fallengespicktes Horrorhaus – zusammen mit sieben weiteren Todeskandidaten.

Der Film ist klar und eindeutig eine Fortsetzung: Viele Anspielungen (oder neudeutsch: Hints) sind nur mittels des ersten Teiles zu verstehen. Es sei also dringend angeraten, der Videothek vor dem Kino einen Besuch abzustatten.

Ansonsten bietet der zweite Teil (fast) alles, was der erste Teil auch geboten hatte: Tödliche Fallen, viel Blut und Grausamkeit, dazu psychische Abgründe von Personen wie du und ich (saßen wir nicht alle schon mal in Knast?). Alles, bis auf eines: Die Überraschung. Denn als etwas bewanderter Kinozuschauer und/oder Kenner des früheren Teils beginnt man schnell abzustumpfen. Zwar sind auch diesmal wieder die Gemeinheiten der Fallen nicht zu überbieten und auch zum Ende hin seien wieder ein oder zwei überraschende Wendungen zu erwarten, jedoch befindet man sich nach etwa der Hälfte des Filmes in folgender Situation: Man hat sich entspannt zurückgelehnt und wartet checklistenmäßig auf die nächste Aktion im Ablauf.

Die Darstellerriege und und ihre Schauspielkünste läßt keinen großen Grund zu meckern: Mit der Kommisarin, dem Mörder und einem der Opfer wurden diease als Konstante aus dem ersten Teil übernommen. Aufgrund der hohen “Sterblichkeitsrate” sind logischerweise alle Anderen neue Gesichter, größtenteils aus der B-Reihe. Da meist nicht sehr viel zu sagen ist, stechen hier meiner Meinung nur zwei Protagonisten stärker hervor: Donnie Wahlberg, als verzweifelter Cop und Vater und Shawnee Smith als eigentliches Opfer.

Der Film zeichnet sich außerdem durch konsequent über den Film verteile schlechte Schnitte und Szenenübergänge aus. Bei einem Horrorfilm, der eine Spannungskurve aufbauen will, eindeutig fehl am Platz. Musikalisch lässt sich nichts aussezten, der Soundtrack stört nicht, bleibt einem aber auch nicht in Erinnerung. Somit ein einigermaßen würdiger zweiter Teil. Betrachtet man die Tatsache, dass es eine Fortsetzung ist, habe ich schon schlechtere gesehen.

So, nach der Pflicht die Kür: Zum allgemeinen Teil, dem Blogger-Treffen. Erstmal dank an alle Kinogänger, Organisation hat super geklappt, nächstes Mal nur den Treffpunkt beim Kino fest verabreden. An die tapferen Smile-Besucher: Entschuldigt wegen der nicht erfolgten Tischreservierung, dies war eine klassiche Fehlkommunikation. Ich gelobe Besserung. Und nochmals Kompliment, drei Stunden im Smile ausgehalten zu haben.

Ansonsten ein Super-Abend mit tollen Gesprächen, einigen Anregungen und der Hoffnung, so etwas öfters machen zu können. So long.

Manuel Mauer schrieb morgens am 10. Februar 2006 | in Blogging, Filme

7 Kommentare