Bereits vor einigen Tagen habe ich von meiner Umstellung des Anti-Spam-Plugins auf SpamKarma2 geschrieben. Nun hat Sebbi (er muss zu viel Zeit haben…) einfach das Plugin genommen, und durch das Verbinden mit einem einer weiteren Antispam-Lösung namens “Akismet” ein perfektes Tool nochmals verbessert.
Mittlerweile ich auch der Worpress-Oberguru Matt auf die Erweiterung aufmerksam geworden und auch ein Teil der (so nicht existenten) Blogosphäre. Also, wer Betatester sein will, tut Sebbi den Gefallen.
Seit heute ist im Kunstmuseum Erlangen die Austellung “Erlanger Fotografen” eröffnet. Dabei werden von fünf Fotografen, die entweder in Erlangen wohnen oder gelebt haben oder hier geboren sind, Fotografien ausgestellt. Die Ausstellung geht noch bis zum 27. November.
Die Ausstellungsräume bestehen aus fünf Räumen und sind in höchstens einer halben Stunde angeschaut. Praktisch ist, dass für Schüler und Studenten der Eintritt frei ist und das Kunstmuseum genau neben der alten Postzentrale liegen. Somit läßt sich der Stadtbummel mit einem kurzen Besuch der ausgestellten Fotografien verbinden.
So könnte man die Bilder unterschreiben, die ich in den letzten paar Tagen in Erlangen gemacht habe: Mehrfarbige Bäume, in goldenes Sonnenlicht getaucht und eine herrliche Stimmung. Jeder genießt die letzten schönen Tage mit angenehmen Temperaturen. Eine letztes Mal (für dieses Jahr) Auf der Wiese liegen, Eis essen, ohne Jacke spazieren gehen und entspannen. Denn bald kommen leider die kalten Tagen mit den Dunstwolken vor dem Gesicht und dem Eiskratzen auf der Windschutzscheibe. Also hinaus mit euch, vor allem am verlängerten Wochenende…
Ab sofort bei Crämer: Bekleidung für den Geek von heute: Hosen für den bequemen FTP-Transfer…

Am Freitag waren wir wieder mal im Erlanger Theater. Auf dem Programm stand ein Stück von Friedrich Schiller, “Kabale und LIebe“. Etwas schade ist, dass im Schiller-Jahr (er ist vor zweihundert Jahren am 9. Mai 1805 gestorben) erst so spät und auch nur ein Stück von ihm aufgeführt wird. Auch das Theater Schauspielhaus Staatstheater Nürnberg führt erst im Dezember “Die Räuber” auf. Ein Armutszeugniss, dafür dass Schiller einer der bedeutesten Autoren Deutschlands ist.räu
Bezüglich der Geschichte schreibt das Theater Erlangen folgende kurze Zusammenfassung:
“Der Inhalt des Stücks ist kurz dieser: ein Präsident will seinen Sohn an die Mät-resse des Fürsten verkuppeln, um dadurch seinen Einfluß bey Hofe zu erhalten, das ist die Kabale. Der Sohn des Präsidenten hat sich in eine Geigertochter vergafft, das ist die Liebe. Zuletzt vergiftet er sich zugleich mit dieser Geigerstochter, das ist dann die vollständige Tragödie.”
Zu dem Titel “Kabale und Liebe” muss man wissen, was das Wort “Kabale” bedeutet. Kabale ist ein altertümliches Wor für Intrige.

Wie auf dem Bild zu sehen, dreht sich der Mittelpunkt um das Liebespaar Ferdinand und Luise. Doch bereits an dern drei Farbgebungen der Personen lassen sich Unterschiede feststellen. So gehören Luise und ihre Eltern dem einfachen Bürgertum an, Sophie und Wurm dienen dem Adel, die übrigen sind blauen Blutes. Neben der unglücklichen Liebe wird als Hauptmotiv die Kritik an den unterschiedlichen Gesellschaftsschichten in dem Stück dargestellt.
Mit gemischten Vorstellungen gingen wir in die Vorführung. Die Kritik der Nürnberger Nachrichten war sehr schlecht ausgefallen. Und das Theater Erlangen ist für seine sehr modernen Inszenierungen bekannt. Leider waren unsere Sorgen berechtigt.
Die Regisseurin Nora Somaini verlagert das Stück in moderne Gesellschaftsschichten. Das Bürgertum mit Luise und dem Miller findet sich in einem Milieu wieder, dass am besten als asozial bezeichnet werden kann. Discounter-Tüten, Bier aus Plastikflaschen und billige Trainigsanzüge. Die Rolle der Millerin fällt komplett aus.
Der Adel wird sehr offensiv als dekadent dargestellt: Der Präsident spielt Polo, der Hofmarschall ist ein eitler Modepfau und Lady Milford eine koksschnupfende Hure, Ferdinand ein widerspenstiger Anarcho-Jüngling.
Das Bühnenbild nimmt die Teilung der beiden Personenschichten auf: Auf der einen Seite der hintere Bühnenteil, einige Stufen erhöht, weiß und rein. Auf der anderen Seite der vordere Bühnenteil, erreichbar über einen Steg, der durch ein Schlammbecken führt, um in die Unterkunft des Millers zu kommen.
Und hier beginnt auch schon die sehr freie (meiner Meinung nach zu freie) Interpretation: Das Schlammbecken wird bei Auseinandersetzung zum Schlammwrestling verwendet. Muss das sein? Auch die Übertragung der Figuren auf die unterste Gesellscahftssicht, das rumgekokse der Lady Milford, all das braucht es nicht, um eine gute Inszenierung zu gestalten. Der Hofmarschall von Kalb wird von einer Frau dargestellt. Dies ist grundsätzlich in Ordnung. Warum diese im letzten Drittel ihren Busen entblößen muss und ihre Brust als Sinnbild des schändlichen Vetrages zum Auseinanderbringen der beiden Liebenden benutzt wird, bleibt komplett im Dunklen. Dass die beiden Hauptdarsteller vor ihrem Tod noch einmal Sex haben, gehört anscheinend mittlerweil auch zum Usus heutiger Inszenierungen. Schiller dreht sich im Grabu um.
Die Darstellung und Besetzung der einzelnen Rollen ist sehr unterschiedlich geraten: Luise tritt etwas zu selbstsicher auf, Wurm spielt großartig den fiesen Intriganten, der Präsident und auch sein Sohn überzeugen und der Miller ist zu eindimensional gehalten. Was das Stück rettet, sind die Texte Schillers. Diese sind nicht geändert worden. Wenigstens eines, was nicht modern interpretiert wurde.
Be Cool
Empfehlung: 
Das von erfolgreichen Filmen Sequels produziert werden, ist hinlänglich bekannt. Das jedoch für ein Sequel noch mehr Sternchen verpflichtet werden, als beim ersten Teil, ist eher selten. So geschehen mit dem Nachfolger des 1995 gedrehten “Get Shorty“. Promis von Vince Vaughn und Harvey Keitel über André Benjamin und Steven Tyler bis zu “The Rock” und Travoltas “Pulp Fiction”-Tanzpartnerin Uma Thurman ließen sich da nicht lange bitten (komplette Darstellerliste auf imdb.com). Danny DeVito produzierte. Erfolgsgarantie? Finanziell vielleicht, aber qualitätsmäßig?
Zur Geschichte: Chili Palmer (John Travolta), coolster Gangster aus Miami und deshalb prädestinierter Hecht im Entertainmentteich, lässt das Filmbusiness hinter sich und sucht neue Herausforderungen in der Musikindustrie. Dort macht er die Erfahrung, kaum der einzige Outlaw auf weiter Flur zu sein: Russische Mobster und Gangster-Rapper, denen der Finger am Abzug erschreckend locker sitzt, machen ihm mächtig Konkurrenz beim Versuch, eine schöne und talentierte Nachwuchskraft namens Linda Moon (Christina Milian) an die Chartsspitze zu führen.
Leider enttäuscht die Forsetzung in fast allen Punkten. War der erste Film von 1995 noch durch böse Ironie, überraschende Storywendungen und sympathischen Charakteren geprägt, geht das größtenteils im zweiten Teil verloren. Dabei war es vielleicht ganz gut, diesen Film erst auf DVD anzuschauen und mit sehr niedrig gesteckten Erwartungen hineinzugehen. Teilweise erinnert mich das Verhältnis der beiden Filmteile an das von Ocean´s Twelve zu seinem Vorgänger. Viele Stars, wenig Handlung und viele aufgewärmte Gags.
Dabei ist Be Cool überhaupt nicht so schlecht, auch nicht langweilig, aber einfach uninspiriert. Auch John Trovolta bleibt hinter seinen guten Schauspielfähigkeiten zurück. Leider nur ein mittelmäßiger Film.
Ich bin ja eigentlich kein schadensfroher Mensch. Doch bei der Mail, die ich heute früh in meinem Postkasten fand, musste ich breit grinsen:
There have been 108 comment spams caught since the last digest report 1 day ago.
Tja, liebe Spammer, viel Spaß im digitalen Nirvana. Und alle, die das gleiche Grinsen draufhaben wollen, denen sei SpamKarma2 empfohlen.
Die letzten Tage wird ja schon bereits fleißig an und um das Areal der zukünftigen Erlanger Arcaden rumgebaut. Ein kleines Nebengebäude wurde bereits abgerissen, die Innenräume sind größtenteils ausgeschlachtet. Wenn sich jemand fragt, warum die Bauarbeiter zeit kurzem die Außenverblendung abreissen, es liegt an der PVC-Verseuchung der Dämmstoffe.
Über das entstandene Verkehrschaos und die Behinderungen durch die Sperrung der Nägelsbacher Straße habe ich bereits vor eineinhalb Wochen geschrieben Doch ab Montag kommt es noch dicker: Der Postparkplatz wird komplett gesperrt. Somit fällt von einem Tag auf den anderen ein Innenstadtparkplatz aus. Die übrigen Parkplatz- und Parkhausbetreiber werden sich freuen. Auch die Stadt, denn sie kann mehr Knöllchen verteilen. Nur der “arme” Bürge wird nicht erheitert sein…
Die fetten Jahre sind vorbei
Meine Empfehlung: 
Also mal wieder ein deutscher Film. Diesmal mit dem Jungstar Julia Jentsch (u. a. bekannt aus “Sophie Scholl” und “Der Untergang“) und dem nicht mehr ganz so jungen Jungstar Daniel Brühl (bekannt aus “Good Bye, Lenin!“). Hochgelobt wurde dieser Film wegen des guten Porträts der Haltung der heutigen Jugend, derer Wünsche und Ängste. Auch der politische Diskurs soll beispielhaft sein.
Zur Geschichte: Jan (Daniel Brühl), Peter (Stipe Erceg) und Jule (Julia Jentsch) wollen eigentlich nur ein bisschen gegen die Ungerechtigkeit der Welt rebellieren und den Pfeffersäcken im Villenviertel einen Denkzettel verpassen. Deshalb steigen sie bei Nacht- und Nebelaktionen in die Häuser ein. Doch statt zu stehlen verrücken sie die Möbel und veranstalten Streiche. Als sie bei einem ihrer Streifzüge plötzlich von dem Topmanager Hardenberg (Burghart Klaußner) überrascht werden, droht aus Spaß krimineller Ernst zu werden.
Der Film steigt mit einer der anfangs zentralen Handlungen ein: Dem Umräumen von Villeneinrichtungen wohlhabender Vorstädter. Die beiden männlichen Hauptdarsteller werden bei der “Belehrungsaktion” beobachtet, anschließend natürlich dem Entsetzen der gutbürgerlichen Bewohner. Den ganzen Film über erfährt man nicht, warum die beiden Protagonisten zu dem geworden sind, was sie heute darstellen. Die Beobachtung des momentanen Auslebens der eigenen persönlichen Vorstellungen ist aber nicht genug. Viel wichtiger ist der Werdegang eines jeden Einzelnen, warum er passiv oder aktiv gegen das System läuft oder sich gar widersetzt.
Der krasse Gegensatz ist die weibliche Hauptdarstellerin Julia Jentsch: Sie mimt sehr überzeugend ein am Kapitalismus gebrochenes Mädchen, dass in der “Maschinerie” vor sich hinlebt und ihre Schulden zurückbezahlt. Als sich nun der Weg der von Jan und Jule kreuzen, kommt es in der jungen Frau zur Rebellion. Dieses Umschwenken wird jedoch zu schnell vollzogen, besser wäre ein Tempo gewesen, das im ganzen übrigen Film beibehalten wird: Stoisch ruhig von außen wird die Zuspitzung der Ereignisse betrachtet. Die Tiefe der Charaktere verflacht dabei zum Ende hin immer mehr, es entsteht ein Einheitsbrei, der in einem ideologisch und weichgezeichneten Filmschluss enden.
Die Kameraführung ist gut, die Schnitte wohl gesetzt und die Schauspieler überzeugen im ersten Teil des Filmes. Leider verliert der Film schnell an Fahrt und zieht sich in die Länge. Einziger Lichtpunkt hier ist der großartig agierende Burghart Klaußner. Die Musik zum Film kommt, wie erwartet, progressiv wild aus den Lautsprechern und schlägt nur selten ruhigere Töne an. Aus dem Filmstoff hätte man mehr machen können, die Positionen der einzelnen Protagonisten verlieren zum Ende ihren breiten Meinungsspektrum.
Endlich! Nach sieben Jahren wurden gestern unsere Computer mit wahnsinnigen 166 MhZ und einem Pentium I ausgetauscht. Nun sitzen wir vor 19-Zoll Flachbildschirmen mit rasend schnellen Rechner. Kein zweiminütiges Warten auf ein PDF-Dokument mehr! Mal schauen, wie lange es dauert, bis sich dieser “Geschwindigkeitsrausch” wieder verflüchtigt…
Vor ein paar Tagen in der Innenstadt gesehen. Und der Fehler ist nicht mal absichtlich gemeint.

Ich könnte ja ab sofort ein Ratespielchen einführen, wo die Bilder, die ich hier einstelle, aufgenommen wurden. Aber die Idee ist ja nicht neu, klau ich aber ganz unverschämt einem Blogger-Kollegen. Wobei die Lösung dieses Bildes um einiges einfacher ist, als das erste.
Letztes Wochenende war in Erlangen der “Erlanger Herbst”. Die Geschäfte hatten am Sonntag in der Innenstadt geöffnet, viele Stände haben zum Bummeln eingeladen und die Erlanger Bergwacht (nein, nicht die vom Berch!) seilte sich just in dem Moment, wo ich auf dem Turm der Hugenottenkirche war, von einem Baukran beim McDoof ab. Optimalerweise hatte ich also auch gleich Abnehmer von meinen Bildern.
Einige Fotos habe ich in die Bildergalerie eingestellt. *seufz* Da war noch schönes Wetter…
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