Bürgerentscheide Erlanger Arcaden

Viele Gemeinde nutzen die kommende Bundestagswahl am 18. September, um ihre Bürger auch über regionale Themen ein Votum abgeben zu lassen. Unter anderem auch Erlangen. Hier stehen zwei Bürgerentscheide zum Thema “Erlangen Arcaden” an.

“Hä?” denkt sich der mittelfränkische Erlanger Bürger. Hatten wir uns nicht bereits letztes Jahr im Juni 2004 mit knapper Mehrheit dafür entschieden? Richtig, jedoch hat die Bürgerinitiative erneut eine Unterschriftenliste gegen das Projekt eingereicht. Und somit gibt es im September zwei neue Bürgerentscheide, einen von der Stadt Erlangen, einen von der Bürgerinitiative. Wer den offiziellen Hergang nachlesen möchte, siehe hier.

Als Erlanger bin ich nun in der Zwickmühle: Bin ich für eine Verkleinerung der Verkaufsfläche der Arcaden, wird mir (und allen anderen) die klare Drohung gemacht, dass sich der Investor komplett zurückzieht und das ganze Projekt scheitert. Oder bin ich dafür und nehme damit in Kauf, dass das Risiko eines Sterben im Einzelhandel steigt.

Denn eigentlich ist Erlangen vom Einkaufen sehr attraktiv, es fehlen keine wichtigen Geschäfte irgendeiner Warengruppe. Allerdings freut man sich als Verbraucher immer über mehr Einkaufsmöglichkeiten und schönen Passagen. Aber dafür einen Riesenklotz hinstellen? Und das häßliche Postgelände (Bilder in einem früheren Beitrag) würde verschwinden. Hm, schwere Entscheidung. Mal schauen, ob der Großteil der Erlanger völlig anders entscheidet, als letztes Jahr.

Manuel schrieb abends am 31. August 2005 | in Erlangen

Süßes oder saures

Charlie und die Schokoladenfabrik

Meine Empfehlung: Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Empfehlung

Filmplakat zu Charlie und die SchokoladenfabrikNachdem die letzte Verfilmung des Stoffes schon etwas her war (1971: Willy Wonka & the Chocolate Factory), war eine Neuverfilmung fast schon zwingend notwendig. Als Regisseur wurde kein geringer als Tim Burton gewählt, der für seine expressionistischen Filme bekannt ist (u.a. Big Fish, Sleepy Hollow, Batman). Als Hauptdarsteller hat er einen der wandlungsfähigsten Schauspieler Hollywoods verpflichtet: Johnny Depp. Bei den Jungschauspielern agiert allen voran die Neuentdeckung aus “Wenn Träume fliegen lernen”, Freddie Highmore. Beide genannten Hauptdarsteller haben bereits in diese Film gemeinsam überzeugend vor der Kamera gestanden.

Zur Geschichte: Der aus armseligen Verhältnissen stammende, gutmütige Charlie Bucket (Freddie Highmore) verbringt sein Leben hauptsächlich in einer Traumwelt aus Schokolade. Sein Traum wird Realität, als sein exzentrischer Nachbar Willy Wonka (Johnny Depp), der selbst aus einer zerrütteten Familie stammt und Kopf des berühmten Wonka-Schokoladen-Imperiums ist, einen Wettbewerb ausruft. Zusammen mit vier anderen Kindern gewinnt Charlie dabei einen Besuch in Willy Wonkas fantastischer Schokoladenfabrik und erlebt zahlreiche verrückte Abenteuer.

Erwachsene, die den Film anschauen wollen, sollten sich über eines vorher klar sein: Dieser Film ist für Kinder. Die zu vermittelnden Botschaften werden direkt an den Zuschauer gebracht, die Charaktere sind extra nicht zu vielschichtig gehalten.
Doch dies ist dem Film nicht abträglich. Tim Burton schafft es wunderbar, die Geschichte das veramten Jungen zu erzählen, den Grund für Willy Wonka, nach jahrelanger Abschottung Kinder in sein Schokoladenreich zu lassen und die Vorstellung der fünf Gewinnerkinder.

Der Film hat mir sehr gut gefallen, bis zu den Punkt, als die Kinder die Fabrik betreten. Ohne zuviel verraten zu wollen: Die Gesangeinlagen hätte ich eher bei Disney erwartet, die Realisation mancher “Nebencharaktere” wirkt einfach überzogen. Hier hätte Tim Burton mehr aus dem Stoff rausholen können, mehr auf die Konkurrenz in der Gruppe eingehen können. So schaut man zwar mit einigem Humor dabei zu, was nach und nach passiert, der Film zeigt aber über weite Strecke bereits auf das vermeintliche Ende hin.
Für Kinder ist der Film sicher ein Gewinn und gut realisiert. Erwachsene werden die oben genannten Punkte vermissen, bei genügend Fantasie sich aber in den Kosmos von Tim Burton und der fast zu intensiven Spielweise von Johnny Depp faszinieren lassen.

Manuel schrieb mittags am 31. August 2005 | in Filme

Idioten, oder was?

Irgendein Depp spielt genau auf der Strasse unterm Fenster seit einer halben Stunde irgendein Scheißlied von Whitney Houston. Immer das gleiche…!

Manuel schrieb nachmittags am 26. August 2005 | in Alles andere

Für unentschlossene Wähler

Wer noch nicht weiß, welche Partei er im September wählen soll, wurde der Wahl-O-Mat bereit. Nach der Beantwortung von dreißig Fragen wird einem angezeigt, mit welcher Partei die meisten Übereinstimmungen vorhanden sind.
Der Wahl-O-Mat wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) bereitgestellt und umfasst folgende Parteien: Bündnis 90/Die Grünen, CDU/CSU, Die Linke.PDS, FDP und SPD. Als Orientierung sicher gut. Und über manche Punkte kommt man dadurch auch zum Nachdenken.

Manuel schrieb nachmittags am 26. August 2005 | in Tagesgeschehen

Schmidts neuster Coup

Die Meldung ist zwar schon ein paar Tage alt und regelmäßige Nutzer des Musikdienstes von Apple, iTunes habe es sicher schon mitbekommen, aber hier noch mal für alle anderen:

Seit dem 16.08. bietet Harald Schmidt auf iTunes wöchentlich einen 10-Minuten-Podcast, genannt “iSchmidt”. In diesen 10 Minuten bespricht der Late-Night-Talker alle wichtigen Neuigkeiten aus dem Bereich der Stars & Sternchen. Kosten soll das ganze 0,99 Cent.

Bislang konnte ich mich nicht dazu durchringen, diesen Euro zu investieren. Vor allem, nachdem ich die Meinung auf spiegel.de dazu gelesen habe.
Wahrscheinlich werde ich einfach mal abwarten, wie lange es das Angebot noch gibt: Sollte es bald in der Versenkung verschwinden, bin ich nicht böse drüber, hält es sich länger, ist es vielleicht doch wert, mal eine Folge einzukaufen. Etwas störend ist die Tatsache, dass für die einzelnen Folgen keine kurze Inhaltsbeschreibung über das Besprochene zur Verfügung steht. Ich will ja nicht die Katze im Sack kaufen. Vielleicht hat sich jemand da draußen bereits eine Folge angehört, der könnte freundlicherweise berichten.

Ach übrigens, seit dieser Woche ist die Sommerpause der Harald Schmidt-Show vorbei. Also wieder den Dienstag- und Mittwoch-Abend reservieren.

Manuel schrieb vormittags am 26. August 2005 | in Tagesgeschehen

Sind wir nicht alle ein bisschen - Klone?

Die Insel

Meine Empfehlung: Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Empfehlung

Filmplakat Die Insel Dass das Thema “klonen” in unserer Gesellschaft ein ständig aktuelles und kontroverses Thema ist, zeigt sich gut in der Filmbranche: Regelmäßig beschäftigen sich Regisseure mit dem Thema (nur zwei Beispiele: im Jahr 2000 “The 6th Day” und 2002: “Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger“). “Die Insel” greift dieses Thema als Leitmotiv auf. Allerdings war die Befürchtung im Vorfeld groß, Actionmeister Michael Bay (u.a. Bad Boys I+II, Armageddon, The Rock) könnte aus dem Film eine reine Materialschlacht machen.

Zur Geschichte: 21. Jahrhundert: Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor) hofft wie alle Erdbewohner darauf, für “Die Insel” auserwählt zu werden, dem letzten Ort, der nicht kontaminiert ist. Die Bewohner warten auf den Tag, an dem sie für den letzten nicht verseuchte Teil der Erde außerhalb dieses Refugiums auserwählt werden: Die Insel. Dann findet Lincoln heraus, dass alles um ihn herum eine Lüge ist und er in Wahrheit nur ein menschlicher Klon und Ersatzteillager für die Weltbevölkerung ist. Er versucht, mit der hübschen Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson) zu fliehen, bevor sie ausgenommen werden können.

Der Aufbau der Filmstory ist sehr gut gelungen: Michael Bay verwendet den größten Teil der erste Hälfte des Filmes zur Darstellung der künstlichen Welt, in denen die Klone leben. Es wird die Neugier und das Hinterfragen der Welt durch Lincoln Six-Echo beobacht, aber auch die gleichförmige Gefolgsamkeit der Masse um ihn herum und das Hoffen auf die Errettung. Die Hauptcharakter werden glaubwürdig dargestellt und entwickelt, die “Klon”-Welt wirkt allerdings wie aus einer Zeitschriftenwerbung von einem Sportartikelhersteller und einem trendigen Club (leider auch wieder durchgehend mit unübersehbaren Product Placement). Zur Mitte hin kommt die “befürchtete” Action, welche sicher allerdings von der Menge her in Grenzen hält. Das letzte Drittel des Film schließt ausgewogen ab.
Bei der schnell geführten Kamera in den Actionszenen fällt die große Unschärfe auf, die aus der Verwendung der digitalen Aufnahmetechnik herrührt. Hier wäre die analogen Technik klar im Vorzug gewesen. An der Ausführung und Gestaltung der Actionszenen lässt sich nichts mäkeln, sie bewegen sich auf hohem Niveau.

Die drei Hauptdarsteller, Sean Bean, Ewan McGregor und Scarlett Johansson machen ihre Sache ausnahmslos gut, die Skripte sind, bis auf ein paar echt platte Äußerungen, gut geschrieben. Allerdings kann dies auch an der deutschen Synchronisation liegen.

Das Thema “Klonen” wird während des Filmes zwar von verschiedenen Standpunkten betrachtet, jedoch nicht intensiv besprochen. Dies ist, denke ich, aber auch nicht Ziel des Filmes. Zum Ende hin kann sich aber auch Michael Bay nicht verkneifen, einen Bezug der Ethik vom Klonen mit aktuellen Ereignissen zu ziehen.

Der Kinobesuch war ein Hochgenuss, es gab keinen Moment, wo ich mich gelangweilt hätte. Die Mischung von Action, Science Fiction und etwas Romantik wurde genau richtig gewählt. Höchstwertung für diesen Film.

Manuel schrieb vormittags am 26. August 2005 | in Filme

Altbekanntes Bier in neuer Verpackung

Becks Green LemonGestern gab es zum ersten endlich “Beck´s Green Lemon” im Kaufland in Erlangen. Nachdem Beck´s bereits vor meinem Urlaub überall Werbung gemacht hatte, es aber das Produkt noch nicht käuflich zu erwerben gab, war dieser Umstand gestern erledigt.

Doch schon an der Kasse die erste Überraschung: Zum Probieren hatte ich mir zwei 0,33 l Flaschen aus einem Sixpack rausgenommen. Der Kassier fragte mich nach mehrmaligen erfolglosen Scannen des Bieres, ob ich diese Flaschen wohl aus einer Komplettverpackung herausgelöst hatte.
Ja, natürlich! Was denkt der denn? Das ich von einem brandneuen Produkt ganze sechs Flaschen kaufen, wenn ich noch gar nicht weiß, ob mir das Zeug schmeckt. Tja, im Endeffekt musste ich in den sauren Apfel beißen und habe die angegebene Menge mitgenommen.

Daheim schnell in den Kühlschrank und Abends zu einer Packung Crunchips das erste Fläschchen geöffnet. Nach den ersten paar Schlucken und dem positiven Gegentest meiner Frau: Beck´s Green Lemon schmeckt wie ein stinknormales Radler mit Zitronenlimo. Vielleicht nicht ganz so süß, aber das war es auch schon. Dafür dann so einen Riesenwerberummel aufzuziehen? Gemein an solchen “Mixgetränken” ist, dass man das Bier, beziehungsweise den Alkohol nicht so schmeckt. Somit drinkt man lustig vor sich hin und merkt erst ziemlich spät, wann Schluss sein sollte (nein, bei mir blieb es gestern bei der einen Flasche!). Nun muss ich noch die restlichen fünf Flaschen aufbrauchen. Vielleicht hat ja jemand Lust und Zeit, vorbeizukommen.

Manuel schrieb morgens am 25. August 2005 | in Kulinarisches

Kostenlose Demos zweier Spielekracher

Ich habe mich sehr gefreut, als ich nach meinem Urlaub festgestellt habe, dass es von zwei bald erscheinenden Spielen spielbare Demos veröffentlich wurden.

  • Dungeon Siege II: Seit dem 03. August kann sich der geneigte Spieler das 1.4GB große Paket auf den heimischen Rechner herunterladen. Das Spiel bitte einen Mix aus Rollenspielelementen mit Echtzeitkämpfen und begleitet den Spieler aus einer erhöhten Perspektive hinter ihm. Man kämpft sich durch eine magische Fantasywelt im Mittelalterstil, welches vom Bürgerkrieg zerrüttet ist.
    Das Game macht ebenso viel Spaß, wie der erste Teil, wurde aber teilweise mit etwas zu viel Text im Logbuch und zahlreichen Entwicklungsmöglichkeiten des Charakters überfrachtet. Die Umgebung ist nett anzusehen, jedoch wirken Objekte und Personen in der höchsten Zoomstufe etwas kantig. Die Musik ist unterhaltsam, die Sprachausgabe gut anzuhören. Das Demo ist komplett auf englisch, enttäuschend ist die Tatsache, dass maximal eine Auflösung von 1280 x 960 geboten wird. Auch seltsam ist, dass der Hauptmenübildschirm durchgehend in 640 x 480 Pixel dargestellt wird. (Download & Screenshots über gamershell.com)
  • F.E.A.R.: Dieses Game ist ein reinrassiger Ego-Shooter wie er im Buche steht. Gelobt wurden im voraus durch Spielezeitschriften die dichte Atmosphäre und das höchst intelligente Verhalten der Computergegner. Nach Lesen diverse Berichte hatte ich schon eine leise Befürchtung, die sich nach den ersten Spielminuten bestätigte: Die düstere Stimmung wird, ähnlich wie bei “Doom 3″, durch einen hohen “Dunkelheitsfaktor”, flackernden Lichtern und wechselnder Beleuchtung in Kombination mit gezielt eingesetzten Sounds erzeugt. Das Spielprinzip bringt einen Zeitlupenfunktion mit sich, ähnlich wie in “Max Payne”. Diese ist intensiver in der Umsetzung geraten, jedoch fehlen die schönen Bewegungseffekte beim Sprung oder beim Ducken. Grafisch geht das Spiel in Ordnung, jedoch ist die Vertonung der Schuss- und Waffengeräusche ziemlich mies geraten. Auch dieses Game schafft es, nur eine Auflösung von 1280 x 960 zu bieten. Verwunderlich, dass es sich noch nicht bei allen Spieleherstellern rumgesprochen hat welche Auflösung die heutigen TFT´s besitzen. Lobenswert ist die künstliche Intelligenz der Gegner: Diese springen durch Fenster, gehen in Deckung und werfen Regale oder Kisten um, damit keine freie Schussbahn entsteht. Dadurch ist selbst der mittlere Schwierigkeitsgrad knackig. Ein Ärgernis ist die unkonventionellen Tastenbelegung, die man gleich zu Anfang an die eigenen Bedürfnisse anpassen sollte. (Download & Screenshots über gamershell.com)
Manuel schrieb nachmittags am 24. August 2005 | in Spielereien

Düstere Geschichten

Sin City

Empfehlung: Empfehlung

Filmplakat zu Sin City Dieser Film hat bereits vor dem Start genug Publicity: Robert Rodriguez und Quentin Tarantino (zuletzt gemeinsam im Vampirfilm “From Dusk till Dawn“) arbeiten endlich wieder zusammen, halb Hollywood spielt in dem Streifen mit (ausführliche Darstellerliste), der Streifen ist komplett digital abgedreht, die Altersfreigabe liegt ab 18 Jahren und die großen Kinoketten streiten sich mit den DVD-Verleihern um die Zweitvermarktung (mehr dazu hier).

Zur Geschichte: Keine Stadt ist auf dem zweiten Blick wirklich schön. Doch diese Stadt ist auf den ersten Blick zu erkennen. Gangster, Punks, Huren und verlorene Seelen prägen das Stadtbild von Sin City, der offiziellen Abschaum-Metropole des Universums. Der skrupellose Raufbold Marv (Mickey Rourke) sucht den Mörder des einzigen Menschen, der ihm je etwas bedeutete (Jaime King), und bricht jeden Knochen, der sich dabei in seinen Weg stellt. Privatdetektiv Dwight (Clive Owen) bekommt es mit einem wahren Bad Lieutenant (Benicio del Toro) zu tun, während der einzige gute Cop von Sin City (Bruce Willis) seine Pension und mehr riskiert beim Versuch, einem sadistischen Senatorensohn das Handwerk zu legen.

Eines vorneweg: Die Altersfreigabe ab 18 Jahre ist gerechtfertigt. Leute, die kein Blut, abgetrennte Körperteile und solche Dinge nicht sehen können, sollten einen weiten Bogen um den Film machen. Zwar “schönt” die Schwarz-Weiß-Optik die Brutalität etwas, aber nicht viel.
Der Film besteht aus drei Handlungssträngen, die gleichzeitig ablaufen und in der gleichen Stadt spielen, jedoch berühren sich die Geschichten nur lose und hängen nicht aneinander. Die Hauptmotive der drei Storys sind im Kern die gleichen: Liebe und Rache. Die Geschichte mit Bruce Willis bildet den Anfang und den Abschluss des Filmes, dazwischen werden die beiden anderen Geschichte wechselweise weitererzählt. Die Punkte, an denen von ein Handlungsstrang auf den nächsten gewechselt werden, sind dramaturgisch gut gesetzt, auch die Schnitte der Szenen passen gut. Allerdings ist die Kameraführung sehr progressiv, die Bildwechsel sehr schnell.

In den nächsten actiongeladenen Film geht es am Donnerstag, dann wird “Die Insel” begutachtet.

Sowohl die Handlung, als auch die Dialoge wurden mit minimalsten Änderungen eins zu eins aus dem Comic übernommen. Dies wird bei manchen Sätzen deutlich, die allzu pathetisch oder in die Szenen hineingesetzt klingen. Das Fehlen der Farben während des Filmes verdichtet den Flair der ewig dunklen und dreckigen Stadt immens, der komplette Film spielt bei Nacht. Zeitlich befindet sich die Stadt in den 20er Jahren von Amerika. Diese Zeit wurde auf die Kleidung, die Autos und die Schauplätze umgesetzt. Unverständlich dabei bleiben grobe und nicht erklärbare Stilbrüchen, wenn plötzlich eine hochmoderne Pistole, ein Ferrari neusten Datums oder ein Motorola-Handy auftauchen. Dies ist klar kein stilistisches Mittel, sondern Product Placement in übelster Weise.

Die bereits grandiose Schauspielerriege überzeugt auf ganzer Linie, es gibt hier keinen Aussetzer oder eine Falschbesetzung. Bruce Willis spielt den alten Ex-Cop sehr glaubwürdig, Michael Madsen den grobschlächtigen Schläger Marv umwerfend und mit einem Lächeln auf den Lippen. Selbst Frank Miller, der Autor des Skripts, spielt als Pfarrer in einer kleinen Nebenrolle, im Film mit. Allerdings fallen in Bezug auf die Zeichnung der Charaktere eine gewisse Tendenz auf: Die Männer sind häufig zwielichte Gestalten, selbst die Helden zeichnen sich durch Düsterheit aus. Die Frauen werden oft hilflos und (innerlich) blond dargestellt, werden aber in dem Moment des Scheitern des Mannes stark.

Der Film wäre ohne die Zusammenfassung der drei Comics handlungsarm, so verfolgt man die einzelnen Geschichten sehr gespannt. Jeder Zuschauer wird bei der Menge an Rollen und deren unterschiedlichen Backgrounds seinen Sympathieträger finden. Zum Abschluss stellt sich für mich die Frage, ob der Film ebenso gut gewesen wäre, wenn der Schwarz-Weiß-Look und die vielen Stars gefehlt hätten. Denn der einzige Schwachpunkt ist die Story, die (aus Comics bekannt) etwas dünn ist und nur durch die oben erwähnte Zusammenfassung von drei Episoden ausgeglichen wird.

Manuel schrieb mittags am 24. August 2005 | in Filme

Sehenswerte Kinofilme

Heute beim Stöbern sind mir wieder ein paar Filme aufgefallen, die demnächst ins Kino kommen und vom Trailer her interessant sein könnten. Alles actionlastige Filme. Doch das ist ganz gut so, nachdem die Kinoindustrie immer öfters zur Schere greift und eigentlich gute Filme zu Gunsten einer höheren Zuschauerzahl zusammenschneidet. Deshalb freue ich mich auch jetzt schon auf den Dienstag Abend, wenn ich mit Bastian in “Sin City” gehe. Dieser ist dankenswerterweise eine der wenigen “ab18″-Filme.

  • Aeon Flux: Comicverfilmung einer Science-Fiction-Story. In der Zukunft existiert nach einer Virusattacke nur noch eine letzte Bastion der Menschen. Die dort existierende heile Welt wird durch ein totalitäres System aufrecht erhalten. Die Auftragskillerin Aeon Flux wird von den Rebellen zur Tötung des Regierungschef engagiert.
    In der Hauptrolle Charlize Theron, die Stimmung erinnert etwas an Equilibrium . Deutscher Kinostart ist zur Zeit für den 01. Dezember 2005 vorgesehen (Trailer & Filminfos).
  • Four Brothers: Der Tod ihrer Adoptivmutter durch Mord führt die vier Mercer Brüder wieder zusammen. Gemeinsam beschließen diese, die Aufklärung des Mordes selbst in die Hand zu nehmen. Dabei sind sie nicht gerade zimperlich, stellen dabei jedoch fest, dass hinter den Dingen etwas größeres lauert.
    Zwei Brüder werden von Mark Wahlberg und Tyrese Gibson gespielt, der Film ist als Action-Drama eingestuft. Kinostart ist der 22. September 2005(Trailer & Filminfos).
  • V for Vendetta: Und noch eine Comic-Verfilmung: Deutschland hat den Krieg gewonnen, Großbritannien ist nun ein faschistischer Staat, in der die Geheimpolizei das Sagen hat. Doch der maskierte Freiheitskämpfer V macht den Herrschenden das Leben schwer. Als V der jungen Evey das Leben rettet, wird sie zur Partnerin des Guerilla-Kämpfers.
    Als junge Evey wurde hier die zur Zeit sehr gefragte Natalie Portman besetzt. Sie musste sich für den Dreh eine Glatzenfrisur verpassen lassen. In weiteren Rollen Hugo Weaving und Rupert Graves. Kinostart ist der 03. November 2005 (Trailer & Filminfos).
  • The Transporter 2: Nachdem mir der erste Teil von “The Transporter” nicht so gut gefallen hat, werde ich die Fortsetzung trotzdem auf meine Merkliste für potentielle Kinobesuche setzen.
    Die Geschichte wird im zweiten Teil weitergesponnen: Der Ex-Profitransporter für gefährliche Aufträge hat seine Arbeit an den Nagel gehängt und ist nun als ganz normaler Chauffeur tätig. Natürlich dauert es aber auch hier nicht lange, bis seine früheren Fähigkeiten als Special Forces Agent bei der Entführung der Söhne seiner Arbeitgeberin gefragt sind. Als Hauptdarsteller wieder Jason Statham ist der Kinostart schon für den 01. September 2005 angesetzt, zu Erwarten ist ein reinrassiger Actionfilm (Trailer & Filminfos).
Manuel schrieb nachmittags am 21. August 2005 | in Filme

Welche Sportabart als nächstes?

Am 13. August in der Süddeutschen Zeitung erschien folgendes Comic. Back to the roots. Meiner Meinung nach sieht es nur albern aus. “Classic” ist in. Dazu passt auch der Artikel vom Juli 2005: Erschütterte Nordic-Walker.

Comic aus der Süddeutschen Zeitung vom 13.08.05

Manuel schrieb nachmittags am 20. August 2005 | in Alles andere

Wieder zurück

So, endlich wieder in heimischen Gefilden. Nicht das es mir in Italien nicht gefallen hätte: Durchgehend dreißig Grad, Sonne, kein einziger Tag Regen. Doch wer schon einmal in Italien war, wird nach seiner Rückkehr wieder einiges zu schätzen wissen: Die Ruhe im Verkehr, Fränkisches Essen, die sauberen Straßen.

Vermissen tu ich schon den allgegenwärtigen Espresso für 60 Cent in jeder Bar. Dies war immer der “Lebensretter” in müden Stunden. Und natürlich das Wetter: Dank unseres medialen Zeitalters hatten wir auf unserem Zimmer den regionalen Sender von Baden-Württenberg. Als dieser jeden Abend die Wetterkarte von Deutschland zeigte, war die Freude (nicht Schadensfreude!) groß.

In den nächsten Tagen wir ein umfangreicher Reisebericht folgen. Dieser wird vom Schreiben noch ein wenig dauern, da ich in der Italien-Zeit völlig Computer- und Internet-abstinent war und somit noch nichts vorgeschrieben habe.

Nachrichtenmäßig sind wir nicht nur durch das Fernsehen, sondern auch durch deutsche Zeitungen up-to-date geblieben. Was eigentlich nicht nötig gewesen wäre, denn das Wahlkampfgeplänkel hätten wir ruhig verpassen können. Aber ein paar lesenswerte Nachrichten am Rande haben mich doch interessiert, diese habe ich dann gleich aufgehoben und werde einige davon hier nachreichen.

Manuel schrieb nachmittags am 20. August 2005 | in Alles andere
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