Abgedrehte Romanze

Um am Wochenende auch mal etwas Kühle zu erleben, haben meine Frau und ich uns Kinokarten für Sonntag Abend besorgt. Auf dem Programm stand somit Klimaanlage mit einer Komödie.

Garden State

Meine Empfehlung: Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Empfehlung

Garden StateDieser Film wird von vielen Kinokritikern im Vorfeld als Geheimtipp gehandelt. Warum? Nun, ein Grund mag sein, dass das Skript von dem gerade einmal 30jährigen Zach Braff stammt, der gleichzeitig auch noch Regie in diesen Film geführt hat. Zach Braff ist dem deutschen Filmpublikum vielleicht nur durch die Krankenhauskomödienserie Scrubs auf dem Sender ProSieben bekannt. Ein weiterer bekannter Name sticht als Produzent heraus: Danny DeVito.

Zur Geschichte: Der Gelegenheitsschauspieler Andrew Largeman (Zach Braff) kehrt nach neun Jahren zur Beerdigung seiner Mutter aus L.A. zurück in seine Heimat New Jersey. Damit scheint auch eine fundamentale Konfrontation mit dem übermächtigen Psychiatervater (Ian Holm), dem er einst den Rücken kehrte, unvermeidlich. Zum Glück lernt Andrew die fröhliche Samantha (Natalie Portman) kennen, die neues Licht in seine Tristesse bringt.

Das erste große Regiedebüt von Zach Braff schaut sich sehr locker: Der Film ist durchzogen mit vielen leichten Gags. Allerdings ist die Besetzung der Nebendarsteller, die Auswahl der Locations und die Handlung eine andere als bei den gewohnten Mainstream-Romanzen. Alles ist etwas zu abgedreht, um normal zu erscheinen, die einzelnen Leute in Andrew Largemanns Umgebung sind ebenso leicht spleenig oder einfach nur komisch.
Doch das macht den Reiz des Filmes aus: Fast fühlt man sich an das eigene Lebensgefühl erinnert, es gibt alte Schulfreunde und Bekannte, die überhaupt nichts machen, die immer noch das alte machen, die nur ziellos umhertreiben. Der Film zeigt diese “Heimkehr-Gefühle” in das alte Leben, in dem man in einer kleinen Stadt zur Schule gegangen ist, sehr gut. Die Dialoge sind anständig, die Handlung nicht zu kitschig, immer wieder arbeitet der Regisseur mit Szenarien, die fast Standbilder gleich kommen. Sehr wohlklingend ist der Hintergrundsound des Filmes (werde mir den Soundtrack zu Gemüte führen). In ganzer Summe wird dem Kinogänger eine leichte Mischung aus Komödie und Romanze geboten, die durch ihre Ungewöhnlichkeit eben nicht gewöhnlich daherkommt.

Manuel schrieb morgens am 30. Mai 2005 | in Filme

Was taten die alten Römer in Aschaffenburg?

Am Samstag den 14. Mai fuhren meine Frau und ich in Richtung Aschaffenburg. Wir wollten uns die Stadt etwas anschauen, da Aschaffenburg das nächste Ausflugsziel eines ihrer Schulklassen sein würde.

Galerie - AschaffenburgBereits im Vorfeld standen zwei Sehenswürdigkeiten auf unserem Plan: Das Pompejanum Aschaffenburg und das Schloss Johannisburg. Ersteres ist ein kompletter Nachbau eines römischen Wohnhauses, welches von König Ludwig I. in Auftrag gegeben wurde. Zweiteres ist stattliches Renaissanceschloss, welches lange Zeit als Nebenresidenz der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten diente. Heute beheimatet das Schloss eine Gemäldeausstellung, sowie die weltgrößte Sammlung von Gebäudenachbildungen aus Kork.

Mit dem Auto waren wir knapp zwei Stunden unterwegs, dabei fährt man über die A7 an den äußersten Zipfel von Bayern. Die Beschilderung in der knapp 69.000-Kopf starken Städtchen ist gut, die Parkgebühren für einen halben Tag in einem innenstadtnahem Parkhaus betrugen gerade einmal vier Euro.

In der Stadt selbst findet man sich schnell zurecht, es gibt einen älteren Teil, der direkt neben dem Fluss Main liegt. Der jüngere Teil grenzt daneben an, mit einer heimeligen Fußgängerzone und einigen schönen Cafes. Etwas schwieriger war es, eine günstige Alternative für das Mittagessen zu finden. Wir missbrauchten dann nach kurzem ziellosen Herumlaufen einen Austeiler von Partei-Flyern und quetschten diesen aus. Er empfahl uns einen Chinesen, der zur Mittagszeit einen prall gefüllten Teller von einem Büfett für 4,90 EUR anbot.

Nach dem Essen ging es am Mainufer entlang zum Pompejanum, welches einen wunderbaren Blick über diesen bietet. Zwischen vielen Bäumen und überwachsenen Gängen findet sich die rot-gelb gestrichene Nachbildung des Römerhauses. Mit einem sechs Euro teurem Kombiticket (es gilt auch für das bereits erwähnte Schloss) für einen Erwachsenen kann man sich die sehr beeindruckenden Innenräume ansehen. Hier finden sich das wunderschöne Atrium, der Speisesaal mit den markanten Sitzliegen, aber auch triviale Räumlichkeiten, wie die Küche und der Abort. Es ist doch etwas anderes, Grundrisse oder Modelle von früheren römischen Häusern in einem Lateinbuch anzuschauen oder in einer lebensgroßen Nachbildung herumzulaufen.

Nach dem Pompejanum ging es zurück zum Schloss Johannisburg. Dieses bietet neben der bereits erwähnten weltgrößten Korkmodellsammlung noch eine kleine Gemäldeausstellung mit Bilder von einigen deutschen und holländischen Malern (unter anderem Lucas Cranach d.Ä.). Die Ausstellung über klassizistisches Mobiliar findet unter Fans sicher auch Begeisterte (wir haben nicht dazugehört).

Manuel schrieb mittags am 27. Mai 2005 | in Fotografie, Privates

Und ewig lockt die dunkle Seite

Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith

Meine Empfehlung: Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Empfehlung

Star Wars IIIEndlich ist es vollbracht. George Lucas hat nach nunmehr 20 (!) Jahren sein Epos mit dem dritten Teil der StarWars-Saga vollendet. Nicht das ich froh wäre, dass es rum ist. Jedoch fällt der Abschied nicht so schwer, wie zum Beispiel bei der “Herr der Ringe”-Saga. Und doch ist es gut zu wissen, wie Darth Vader zu dem geworden ist, wie wir ihn kennen: Als leicht asthmatischer Bösewicht mit Helm.

Zur Geschichte: Nach drei Jahren Krieg jagt General Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) noch immer seinem Erzfeind Count Dooku (Christopher Lee) hinterher. Zur Beunruhigung der schwangeren Padme (Natalie Portman) nutzt daheim der endgültig vom Bösen korrumpierte Kanzler (Ian McDiarmid) die Gelegenheit, um den jungen Anakin Skywalker (Hayden Christensen) mit Versprechungen von unbegrenzter Macht auf die dunkle Seite zu ziehen. Eine Konfrontation mit Obi-Wan Kenobi scheint unausweichlich.

Zwei Dinge schicke ich voraus: Das erste ist die Tatsache, dass noch keiner der bisherigen StarWars-Filme eine durchgehende, an einem Stück erzählte Handlung besaß. Warum erwähne ich das? Nun, um gleich mal die Punkte abzuhaken, der Film macht keine ordentliche Entwicklung durch, beziehungsweise springt ständig von einem galaktischen Schauplatz zum nächsten. Denn dies war schon in den “alten” Teilen so: verfolgen, gefangen nehmen, befreien.
Die andere Sache bezieht sich auf die “Spannung” des Filmes oder den sogenannten “ständig-auf-die-Uhr-guck”-Effekt. Bitte liebe Leute, was soll denn noch großartig überraschendes passieren: Es ist klar, dass der Imperator und Darth Vader überleben werden, dass Padme stirbt und zwei Kinder geboren werden. Von diesem Blickwinkel aus ist der dritte Teil der StarWars-Saga der vorhersagbarste. Deshalb ist es meiner Meinung nach falsch, mit riesigen Erwartungen in den Film zu gehen. Das heißt nicht, dass man keine Ansprüche an die Qualität des Filmes stellen darf. Die Frage ist nur, wie hoch setze ich diese an? Sehr überzeugend

Nun zum eigentlichen Film. Hat man sich nach den ersten fünfzehn Minuten wieder an die sehr “schlanken” Dialoge und den nicht gerade fließenden Szenewechsel gewöhnt, genießt man das Abtauchen in die Welt rund um Dantoonie, Kashyyk und Alderan. Alte Weggefährten werden gerne gesehen, im ersten Drittel natürlich C3PO und R2-D2. Aber auch die “jüngeren” Schauspieler bleiben nicht unbemerkt. Jedoch finden sich schnell einige Abstufungen: Der junge Skywalker stellt im Lauf des Filmes die innere Zerrissenheit gefühlstark dar daneben wirkt Padme als schwangere Ehefrau nur als Statistin. Ein einzig wirklich guter Satz in ihrem Skript findet sich erst zum Ende des zweiten Filmdrittels. Bekannte Nebencharaktere, wie Samuel L. Jackson (als Mace Windu) und Christopher Lee sterben einen schnellen Filmtod und fallen leider kaum auf. Sehr überzeugend und mit einer großartigen Leistung sticht Ian McDiarmid in seiner Wandlung vom weisen Kanzler zum machtgierigen Imperator heraus. Er spielt seinen Part beängstigend realistisch.

Die Handlung selbst ist nicht der Rede wert. Es wird wie bereits vorhin erwähnt das “verfolgen-gefangennehmen-befreien”-Prinzip verfolgt. Letztendlich fiebert man als Zuschauer sowieso nur dem Moment entgegen, in welchem man zum ersten Mal das angestrengte Schnaufen von Darth Vader hört. Für alles andere dazwischen stellt sich nur die Frage, wie es bis dorthin kommt. Das geschieht in geübter Manier, mit Original-StarWars-Sounds, gelegentlich etwas zu kernigen Sprüchen und viel Accessoires aus der StarWars-Welt. Gelegentliche Reibungspunkte entstehen, wenn der Design-Stil der 80er-Jahre-Filme mit dem der neueren Film kombiniert werden soll. Aber auch über diese kleine Schwäche schaut der StarWars-Fan drüber hinweg, denn es ist ja (vielleicht) das letzte Mal, dass man einen Kinofilm aus dem StarWars-Universum sieht.

Manuel schrieb vormittags am 27. Mai 2005 | in Filme

Die Franzosen müssen verrückt sein

Heute auf telepolis.de gelesen:

Frankreich bemüht sich, mit verordneten französischen Begriffen die Anglizismen abzuwehren - jetzt gibt es eine neue verbindliche Liste für Internetbegriffe wie Blog oder Hoax.

Tja, die Franzosen und Ihr Stolz auf Ihre Sprache treibt gelegentlich schon sehr amüsante Blüten. Solche Leute gibt es zwar auch in Deutschland, aber jene sitzen nicht im Kultusministerium und bleiben somit nur eine Randerscheinung.

Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen Franzosen, habe sogar in eine teils französische Verwandtschaft eingeheiratet und finde diese ausgesprochen nett (letztes Wochenende auch im Elsass zu Besuch bei diesen gewesen).

Wer sich den komplette Artikel antun will und eine bisschen über die Abgedrehtheit der Franzosen findet diesen hier.

Manuel schrieb vormittags am 25. Mai 2005 | in Tagesgeschehen

Zwangsbedingtes Päuschen

Nachdem nun der letzte Eintrag von mir ein paar Tage her ist, ein kurzer Ausblick auf die nächsten Beiträge

Wie bereits in einer älteren News berichtet, hatte ich seit der Umstellung auf die neue Wordpress-Version 1.5.1 keine Möglichkeit mehr, neuen Beiträgen Bildergalerien hinzuzufügen. Hierzu habe ich gestern endlich einen Workaround im englischen Wordpress-Forum gefunden.

Dadurch kann ich nun endlich zwei ausstehende Beiträge des vorletzten Wochenendes (ein Tagesausflug nach Aschaffenburg) und dem Drei-Tages-Kurzurlaub in das Elsass (bedingt durch Verwandtschaftstreffen und einer Kommunion) von diesem Wochenende nachliefern.

Außerdem bin ich dabei, das leidige Webcam-Problem zu lösen. Für den Außenbereich habe ich mir vor einigen Tagen eine IP-Cam bestellt. Diese hat die großartigen Erweiterung, einen integrierten Webserver zu besitzen und entbindet mich somit von der Notwendigkeit eines ständig angeschalteten Computers. Ein ausführlicher Testbericht folgt hier natürlich auch.

Morgen Abend werden Bastian und meine Frau uns endlich den dritten Teil von StarWars im Erlanger Cinestar anschauen. Die Kritiken in Zeitungen und im Internet waren bisher durchschnittlich bis sehr gut, aus meinem Bekanntenkreis habe ich aber auch schon andere Meinungen gehört. Was ich von dem Film halte, werdet ihr bald erfahren.

Manuel schrieb frühmorgens am 25. Mai 2005 | in Alles andere

Der Berg ruft…

Bild zum 205-jährigen Jubiläum der Erlanger Bergkirchweih Bereits seit dem 12.ten Mai ruft der “Berch” (fränkisch für Berg) in Erlangen seine Anhänger. Wer nicht aus Erlangen ist, muss wissen, dass die “Bergzeit” die fünfte Jahreszeit in Erlangen ist.

In der Zeit um Pfingsten (immer ab dem Donnerstag vor dem Pfingstsonntag) findet in Erlangen die drittgrößte Kirchweih Bayerns statt (nach München und Straubing). Besonderheit dabei ist, dass die Biergärten direkt auf den “Kellern” stehen, wo früher in langen Stollen im Berg das Bier gelagert wurde und während des Berges daraus verkauft wird. Auch sitzt man bei der Bergkirchweih direkt unter den vielen Bäumen, mit denen der Berg bewaldet ist.

Wer schon einmal in Erlangen war, wird sich fragen, wo denn dieser Berg sei. Auswärtige müssen nämlich wissen, dass Erlangen sehr, sehr flach ist und es nur eine “Erhebung” gibt, eben den Berg.

Sogar zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag hat es der Berg gebracht, die offizielle Homepage trägt passenderweise die Adresse: “der-berg-ruft.de“.

Früher gab es dann auch extra zur “Berg-Zeit” die Bergferien für alle Studenten der Uni Erlangen. Diese wurden jedoch vor einiger Zeit abgeschafft. Das macht aber überhaupt nichts, die meisten Dozenten lassen Ihre Kurse und Seminare mangels Teilnehmerzahl zu Gunsten des Berges ausfallen oder legen Exkursionen in diesen Zeitraum.

Ausschankschluss ist um 23.00 Uhr, dann ergießt sich ein nicht endend wollender Strom von Menschen in die Innenstadt, wo kräftig weitergefeiert wird. Entlang der Hauptstraße bilden sich dann vor den Kneipen riesige Menschentrauben, die Gaststätten verkaufen direkt auf die Straße hinaus, die Erlanger Innenstadt gleicht dann einem riesigen Straßenfest.

Doch der letzte Punkt ist auch seit einigen Jahren die größte Kritik: So können es einige Leute nicht lassen, mit den gekauften Flaschen Scherbenhaufen zu produzieren oder zu randalieren. Der bisherige Höhepunkt stellte dabei das letzte Jahr da, als die Innenstadt Frühmorgens an Berlin nach der Loveparade erinnerte. Deshalb wurde auch für dieses Jahr ein Gläser- und Flaschenverkaufsverbot für die Kneipen ausgesprochen, welches bisher sehr gute Wirkung zeigte.

Wer sich noch entschließen sollte, auf den Berg zu steigen, um die Super-Stimmung und/oder das gute Bier zu genießen, kann dies noch bis zum 23.ten Mai tun. Denn dann wird symbolisch das Bierfass zusammen mit der “fünften Jahreszeit” an dem Keller beerdigt, wo nächstes Jahr der Bieranstich stattfinden wird.

Manuel schrieb morgens am 19. Mai 2005 | in Erlangen

Abtauchen in die StarWars-Welt

Pünktlich zum deutschen Kinostart des letzten, beziehungsweise dritten Teiles der StarWars-Saga, habe ich mich persönlich bereits eingestimmt: In den letzten Tagen habe ich zwei der aktuellsten Computerspieltitel aus dem StarWars-Universum angetestet und euch natürlich einen kleinen Bericht geschrieben.

Republic CommandoStar Wars - Republic Commando” kommt als reinrassiger Ego-Shooter mit ein paar Taktik-Elementen beigemischt daher. Zeitlich ist das Game zwischen “Episode II” und “Episode III” angesiedelt. Jedoch bekommt man hier keine laserschwertschwingenden Jedi-Meister und deren Macht-Demonstrationen geboten, sondern man muss sich als Squad-Leader mit drei Teammitgliedern durch 15 mehr oder minder spannende Missionen schlagen. Dabei nimmt jeder der Teammitglieder eine spezielle Aufgabe wahr (Sprengmeister/Scharfschütze/Computerspezialist). Diese gilt es geschickt einzusetzen, um überhaupt voranzukommen.

StarWars-Fans werden sich in diesem Spiel sofort heimisch fühlen. Zwar behandelt das Game einen eher vernachlässigten Teil der StarWars-Sage, nämlich die Fuß-, beziehungsweise Bodentruppen, jedoch hat auch das Hineinschlüpfen in die Haut eines Klonkriegers seine interessanten Aspekte. Sound- und Grafiktechnisch ist nichts großartiges auszusetzen, die Grafik haut den Spieler aber auch nicht vom Hocker. Die Levels sind sehr linear aufgebaut, größere Rätsel oder die Möglichkeit, Probleme auf verschiedene Weise zu lösen, gibt es nicht. So rennt man also mit seinen drei Hilffuzzis (schreibt man das so?) durch die Levels. An strategisch wichtigen Punkten kann man dann seine Spezialisten positionieren, um sich Vorteile gegenüber der anrückenden Feindesschar zu sichern. Was nun ziemlich ansprechend klingt, wir nach ca. acht Stunden Spielzeit zu einem Automatismus: Sieht man ein solches Symbol, einen Kollegen abkommandieren zu dürfen, tut man dies und voila, Sekunden später zahlt sich das aus.

Leider bleibt die ingesamte Spieldauer mit ca. 12 - 14 Stunden weit hinter ihren Erwartungen zurück. Vor allem für ein Spiel, welches für gut 40 EUR im Laden steht. Doch ganz ehrlich: Nachdem die Endsequenz über meinen Bildschirm flackerte, habe ich mir nur noch gedacht: “Endlich, es ist vollbracht.”. Denn eine längere Spieldauer wäre wünschenswert gewesen, aber nicht mit dem vorliegenden, dünnen Material. Hier hätte mehr Handlungsspielraum und ein klügeres Leveldesign dazugehört. Die einzigen Aufgaben, wo ich wirklich ins Schwitzen kam, waren solche, in denen es um eine Zielerreichung unter Zeitdruck ging. Die anderen kniffligen Situationen wurde nur dadurch erzeugt, noch mehr Feinde anrücken zu lassen.

Unter den gegebenen Umständen kann ich auch nicht verstehen, wie bei Amazon das Produkt vier Sterne erhalten kann. Dies werden wohl die ganzen StarWars-Fans sein, die das Game hochwerten. Doch nein, keine Beschuldigungen an dieser Stelle. Wer sich trotzdem das Spiel kaufen will, oder die Amazon-Bewertungen studieren will, darf sich diese gerne hier zu Gemüte führen.

Empfehlung zu Star Wars - Republic Commando: Empfehlung

Knights of the Old Republic - The Sith Lords Das Spiel mit dem ellenlangen Titel “Knights of the Old Republic - The Sith Lords” ist nicht, wie das erstgenannten Spiel, ein Ego-Shooter, sondern ein ausgewachsenes Rollenspiel mit taktischen Kampfelementen beigemischt.

Das Game ist bereit schon der zweite Teil aus der “Knights of the Old Republic”-Serie. Über den ersten Teil habe ich bereits vor längerem einen kurzen Absatz geschrieben, zu kaufen gibt es den preisgekrönten ersten Teil für knapp 30 EUR bei Amazon.

Zeitlich spielt der zweite Teil ca. fünf Jahre nach dem ersten Teil. Seitdem hat sich dramatisches getan: Durch den Bürgerkrieg sind viele Jedis gefallen. Seltsamerweise verschwinden zusätzlich immer mehr der verbliebenen Jedis spurlos. Und mein alter Ego wurde ebenfalls vom Jedi-Rat ins Exil geschickt.

Grafisch hat sich zum ersten Teil (leider) nicht viel verändert. Die gleiche Grafikengine, keine Qualitätsverbesserungen. Doch die Feinheiten liegen im Detail: So haben die Spieleentwickler endlich auf die Kritik reagiert: Das gesamte Inventar, die Händlermenüs, das Logbuch und andere Menüs werden nun auch bis auf die Auflösung von 1280*1204 mitskaliert. Dadurch entfällt das lästige Lesen der Texte mit der Lupe. Auch die Anzeige, ob sich in Kisten oder Objekten noch Gegenstände befinden, ist sehr hilfreich. NPC´s (=Non Player Character), die auf Stühlen oder Bänken sitzen sind nun auch ansprechbar.

Gametechnisch sind natürlich einige neue Waffen, Machtkräfte, Rüstungen und Fähigkeiten hinzugekommen. Die Qualität der Übersetzung und die Wahlmöglichkeiten der Gesprächsverläufe sind gewohnt gut. Auch die Synchronisierung der Sprachausgabe ist wieder sehr gut gelungen. Leider sind von den alten Protagonisten aus dem ersten Teil nur noch wenige übriggeblieben, jedoch wird jeder Spieler schnell seinen persönlichen Liebling finden. Wie aus dem ersten Teil gewohnt kann man mit höchstens zwei Begleitern durch die Spielwelt streifen, die anderen verbleiben auf der Ebon Hawk, dem eigenen Raumschiff. Die Auswirkungen der eigenen Taten auf die Reisegefährten wurde nochmals verbessert und so hat man bei gewissen Personen sogar die Möglichkeit, sie zur guten oder bösen Seite zu bekehren/führen und sie als Jedi auszubilden. Auch die Reaktionen der Umwelt hängen unmittelbar mit den eigenen Taten und Aussagen zusammen. Häufig trifft man auf schwierige politische und wirtschaftliche Verflechtungen, die es erst mal zu entwirren gilt.

Die Motivationskurve bewegt sich auf hohem Niveau, jedoch sind manche Levels von Welten etwas lieblos designt. Die Geschichten der einzelnen Mitstreiter wird nicht mehr so konsequent verfolgt und weitergeführt, wie im ersten Teil. Jedoch sind die Dialoge in ihren Formulierungen noch bissiger und witziger geworden. Ingesamt ist man mit allen Nebenquests gute 50 Stunden mit dem Spiel beschäftigt. Zum Ende hin zerfasert leider der dichte Haupthandlungsstrang, die Nebencharaktere verschwinden leider komplett oder erfüllen nur noch ein paar, teilweise unlogische, Statistenrollen. Trotz allem erhält man für 40 EUR bei amazon ein gutes und langes Rollenspiel, welches Lust macht, wieder mal den ersten Teil durchzuspielen.

Empfehlung zu Knights of the Old Republic - The Sith Lords: Empfehlung

Manuel schrieb mittags am 18. Mai 2005 | in Spielereien

Firefox erLEBEN

Ansurfen, drei Videos anschauen, überzeugt sein, Firefox runterladen und installieren.

…hier entlang

Manuel schrieb nachmittags am 13. Mai 2005 | in Computerwelt

Sicherheit geht vor - also updaten

Heute haben die Macher von Firefox eine neue Version veröffentlicht: 1.0.4. Diese schließt vier Schwachstellen, die sicherheitsrelevant sind. Genauere Ausführungen dazu schreibt heise.de. Die deutsche Version steht ebenfalls schon zum Download bereit.

Download Firefox 1.0.4 bei auf mozilla.org (4,7 MB)

Manuel schrieb vormittags am 12. Mai 2005 | in Computerwelt

Wordpress in neuer Version

Bereits vor kurzem angekündigt, hat Matt die Version 1.5.1 von Wordpress releast. Die deutsche Anleitung zum (eigentlich) reibungslosen Update findet man auf den deutschen Communityseiten Auch wurde in diesem Zusammenhang eine neue, deutsche Sprachdatei in de Version 1.4 zur Verfügung gestellt.

Doch trotz des genauen Befolgens der Update-Anleitung kam es zu anfänglichen Schwierigkeiten (die allerdings nicht an der Anleitung lagen):

  • RSS-Feed funktioniert nur eingeschränkt, siehe dazu diesen Post im deutschen Wordpress-Forum
  • Mein Galerie-Plugin Exhibit greift in der alten Version auf einen PHP-Befehl zu, der nicht mehr existiert. Folge: Ich musste für meine Administrations-Oberfläche eine Zeile auskommentiere, wodurch ich momentan keine neuen Galerien erstellen kann. Das Problem ist beim Entwickler schon bekannt, was er auch bereits in seinem Weblog erwähnt. Das Problem war auch schon Thema im WP-Forum.
Manuel schrieb abends am 11. Mai 2005 | in Webdesign

Mahnmal

Heute wird das Holocaust-Mahnmal in Berlin eingeweiht. tagesschau.de schreibt folgendes darüber:

Mit einem großen Festakt wird heute das zentrale Holocaust-Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland eingeweiht. Zur Eröffnung der Gedenkstätte in der Nähe des Brandenburger Tores in Berlin-Mitte werden rund 1000 internationale Gäste erwartet, darunter Vertreter von Bundesregierung und Parteien sowie Holocaust-Überlebende und Vertreter jüdischer Organisationen. Für die Veranstaltung gelten schärfste Sicherheitsbestimmungen. Die Straßen rund um das Mahnmal werden gesperrt.

Eine Bilderstrecke zum Mahnmal der Rundfunk Berlin-Brandenburg online gestellt.

Ich persönlich weiß nicht, was ich von einem solchen riesigen Mahnmal halten soll. Natürlich ist die Verhinderung des “Vergessens” wichtig und natürlich kein noch so großes Mahnmal das Geschehene ungeschehen machen. Aber wie viele Denkmäler muss Deutschland noch errichten, bis uns vergeben ist? Wie oft werden wir uns noch rechtfertigen müssen, wenn wir ein bisschen Nationalstolz an den Tag legen? Und wann werden wir negativ belastete Wörter, wie “Führer” und ähnliche wieder ausprechen können, ohne dass gleich Schweigen eintritt?

Naja, schaut euch die Bilder an, bildet euch selbst eine Meinung über das Gezeigte und Geschriebene.

Manuel schrieb vormittags am 10. Mai 2005 | in Tagesgeschehen

Über was bitte schreiben die ganzen Blogger dieser Welt?

Wer eine Antwort auf die oben genannte Frage haben möchte, sollte einmal weiterlesen. Denn um eine Antwort zu erhalten, wurden vor kurzem die Daten von Blogstat herangezogen. Es wurden die häufigst verwendeten Keywords ausgewertet, zum anderen aber auch semantische Verknüpfungen über Artikelgrenzen hinweg genauer beobachtet.

Bitte nicht wundern, was dabei rauskam. Bin mir selbst nicht sicher, was ich davon halten soll. Hier der entsprechende Post mit einem schönen Balkendiagramm als Ergebnis.

Manuel schrieb abends am 09. Mai 2005 | in Computerwelt, Webdesign
Seiten (2): [1] 2 »